Der Simulierte Freundeskreis

26 06 2008

Ich schieb diesen Eintrag schon länger im Kopf rum.

Das erste Mal, als ich einen kurzen Artikel über Computerspiele-Sucht gelesen hatte.

Dann, als mir innerhalb von einer Woche drei Menschen aus meinem Freundes- bzw. Bekanntenkreis gesagt hätten, sie wären Internet-süchtig!!! (eine Person hatte sich zum Beispiel ein geschlagenes Jahr nicht mit Freunden verabredet). Da ich zu der Zeit selber viel im Netz rumhing (auch witzig, dass das Internet schon Ortscharakter hat), hat mich das nochmal zum Nachdenken angeregt.

Und wenn schon die Zeit ein Dossier zum Thema veröffentlicht, wird’s mal Zeit für meine 5 cent. Nicht, dass ich besonders einzigartige Ergüsse zu dem Thema liefern kann. Aber wozu gibt’s denn Blogs. :)

Vom Verteufeln des Internets und von Computerspielen halt ich ja nicht soviel. Zum einen, weil ich prinzipiell selbst sehr gerne spiele (u.a. auch am Computer), zum anderen, weil das Internet einfach unglaubliche und höchst spannende Veränderungen mit sich bringt. Das fängt bei den Informationsflüssen an und hört nicht beim Kommunikationsverhalten auf. Telefonkonferenzen via Skype als Abendunterhaltung können z.B. ein großer Spaß sein.

Ich fand es lange schwierig, zu sagen, wo der Umgang problematisch wird. Dazu gab es in einem Interview mit Georg Romer, dem Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie am Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf, in der Zeit eine sehr passende Stelle:

Die Gefahr sehe ich weniger in der Frage, was die Kinder in den künstlichen Welten erleben, als vielmehr darin, was sie in der Zeit, die sie vor dem Bildschirm sitzen, nicht erleben.

Ich glaube, dieser Satz gilt nicht nur für Kinder.

Das erinnert mich entfernt an eine WoW-Süchtige, die gesagt hat, sie habe lange gebraucht, um zu realiseren, dass sich im Spiel einen Sonnenuntergang mit anderen Spielern anschauen nicht das gleiche ist wie real einen Sonnenuntergang mit Freunden zu sehen. Wenn der Sonnenuntergang im Spiel fantastisch gerendert, gezeichnet oder was weiss ich ist, kann man das am ehesten noch damit vergleichen, ein Gemälde zusammen zu betrachten. Aber es ist halt ein Unterschied…

Und wenn sich arge gesundheitliche Probleme einstellen, weil mann/frau nur noch am Rechner hängt, läuft auch gewaltig was schief.

Gleichzeitig sind diese ganzen „sozialen Netzwerke“ im Internet (facebook, xing, studivz etc.) wirklich eher ein simulierter Freundeskreis.1 Selbstversuche, da auszutreten, gab’s zu genüge, das Resultat war meines Wissens fast immer identisch: aus den Internet-Augen, aus den Sinn. Natürlich gibt’s auch Beziehungen und Freundschaften, die aus dem Internet wachsen und sich verfestigen. Aber das ganze poken, gruscheln, Nachrichten hin- und herschicken und was weiss ich hat nichts mit tragfähigen Beziehungen zu tun. Ein anderer sehr spannender Satz im Interview mit Romer war, dass Beziehungen umso verlässlicher tragen, wenn man sich nicht in einem fort sieht. Diese Relation ist zwar etwas vereinfacht, führt aber treffend hierzu:

Zur Beziehungsfähigkeit eines Menschen gehört, dass er die Verbinung zu anderen in seinen Gedanken, seinem Innenraum stabil halten kann, ohne dauernd online zu sein.

Wahr gesprochen.

  1. Danke, Tetsuo, schöner Begriff. []


Hin da - Preslisa Konzert am 11. April in Berlin

11 03 2008

Preslisa, die so schön bei Lemmings in Love von pornophonique mitsingt, gibt heute abend am 11. April (danke für den Hinweis) ein Konzert in Berlin. Ich hab nur drei Songs von ihr gehört, und ich sach mal: Klingt sehr nett. Aber wo, hör ich die Leser fragen. Gemach, hier ist er, der Ort:

BOOM!, Thomasstr. 27, Neukölln

Zwei Hörbeispiele von Preslisa gibt’s hier oder hier. Ich kann heute abend leider nicht, aber sagt mal an, wie’s war.

Und Lemmings in Love kann man sich hier anhören:



Ein Foto für Jeck

23 02 2008

Was man auf Wohnungssuche in Berlin so alles sieht. ^^



Dinge gibts…

22 02 2008

Als ich das

sah, hab ich mir wirklich zweimal überlegt, ohne Schirm oder Schutzkleidung weiterzugehen.

Oder ist Pullern nur bei mir ein Synonym für Wasserlassen?



Ampeln mit Herz

22 02 2008

Ab und an lachen mich in Berlin solche Ampeln an.

Toll, oder?



Scooter und Gary Moore

23 01 2008

zusammen auf einer Litfass-Säule. Das kann doch kein Zufall sein.

Vergessengeglaubte Musiker aller Zeiten - vereinigt Euch!



Neulich an der Hauswand

11 01 2008

Es ist deutsch in Kaltland



Früher war alles…

8 01 2008

Menschen haben die Tendenz, die Vergangenheit durch einen rosaroten Filter zu sehen. Vor allem, wenn sie sie mit der Gegenwart vergleichen. Deswegen war ich froh, heute bei auf der Tagesschau-Seite diesen Artikel zu finden.

Denn, wer hätte das gedacht, die Anzahl der Straftaten (inkl. Körperverletzungen) von Jugendlichen ist in den vergangenen 10 Jahren nicht gestiegen. In Bowling For Columbine ging’s um die Anzahl der Morde und die Wahrnehmung der Bevölkerung: ähnliches Phänomen, alle dachten, die Anzahl sei rapide gestiegen, in Wahrheit ging sie aber enorm zurück.  Und das liegt nicht nur an der Berichterstattung, aber auch.



New Year’s Eve Plans

20 12 2007

Well, let’s see…

Party?

Dinner?

Nothing?

I don’t know.

What I do know: jeck and I will, once again, spent the evening together. ^^



2 Gläschen Prosecco…

20 12 2007

… und ich war mehr als gut bedient. Meine Güte. Laut Rechner hatte ich knapp über 0,3 Promille. War trotzdem ein extrem spassiger Abend. Besser gesagt, eine spassige Nacht.






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