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Zombie Evolution (Teil 2): „They’re back from the grave and ready to party!“

Teil1

1985. Tiefste, allertiefste 80er. Die älteren unter uns wissen was das bedeutet. *Schauder*. Die furchtbare Synthesizer Musik hatte nicht nur auf das Hirn des Menschen schreckliche Auswirkungen. Wie in RETURN OF THE LIVING DEAD (1985 und nicht von Romero) ersichtlich, triggerten die 80er Jahre auch eine weitere Entwicklungsstufe. Vorbei war es mit dem träge dahinlatschenden Zombie. Ab jetzt wurde gerannt. Und zwar was die morschen Knochen hielten. Und der gemeine Zombiesprint war ein Massensport. Nur eben, dass es keine Medaillen, sondern Leber gab. Seine Schnelligkeit verschaffte ihm auch die große Ehre ab sofort nicht nur Ekeleffekte, sondern auch ordentliche Schreckmomente auszulösen, was einfach noch mehr Spaß machte beim Zuschauen.

Und weil wir ja heutzutage keine Zeit mehr haben, rennen die Zombies seit 28 TAGE SPÄTER eben noch schneller. Sind noch übermenschlicher und verwandeln sich in Sekunden anstatt tagelang vor sich hin zu siechen bevor der Spaß so richtig los geht.

Doch wie in jeder Evolution gibt es auch mal Sackgassen. Dass Zombies plötzlich lernen Schusswaffen zu benutzen (zu sehen in DAY OF THE DEAD (1985), LAND OF THE DEAD (2005), ist schlichtweg albern. Wer schon mal in Texas war, weiß, dass jeder Hirntote eine Waffe benutzen kann. Mal ehrlich, das ist doch keine Weiterentwicklung. Und wie langweilig ist das, wenn der Zombie den Typen erst erschießt und dann anknabbert. Sowas macht doch heutzutage nicht mal mehr im echten Leben so richtig Schlagzeilen…

Ich frage mich wann Zombies anfangen werden sich natürlich fortzupflanzen. Am besten auch durch gleichgeschlechtlichen Sex. Dann wären sie uns endgültig voraus. Vielleicht werden Zombies am Ende noch die besseren Menschen?

(A Girls) Zombie Survival Guide -10 Regeln

Ich wurde gechallenged. Von einem Zombie-Nerd. Herr Florian, ich nehme an! (wirft ihm den Handschuh ins Gesicht)

Hier mein Girls Guide1 zum Überleben unter Zombies:

1. In 4711 echt Kölnisch Wasser baden.

So hirntot kann man nicht sein, dass man da reinbeißen wöllte.

2. Nie wieder Zähne putzen, sich Klamotten bei KIK besorgen und mit rohen Dönerlappen behängen.

Das riecht dann alles ordentlich tot und scheiße sieht man auch aus. (Denn irgendwie haben Zombies überhaupt kein Verständnis für Mode, scheint mir.) So kann man sich in jede müffelige Zombiegruppe integrieren und keiner kommt auf die Idee, dass man noch lebt.

3.  Reden, reden, reden.

Und zwar ganz viel und ganz schnell und am besten nur über Belanglosigkeiten wie Nagellack, Winterschlussverkauf und Brad Pitt. Das funktioniert ja sogar bei noch nicht gezombten Männern. Die bekommen sofort diesen hohlen, glasigen Blick und erstarren. Aber wie gesagt, das funktioniert nur bei Männern.

4. Waffen mitführen ist nicht wirklich nötig. Die Handtasche zum draufhauen, die Nagelfeile zum ins Hirn bohren (dann einmal nach links drehen, dann einmal nach rechts und langsam rausziehen, sonst macht man sich dreckig), das Parfum zum Augen ausätzen. Die High Heels sind auch ganz praktisch zum Enthirnen geeignet. Eigentlich ist die moderne Großstadtfrau schon jetzt auf dem besten technischen Survivalstand.

5. Noch bevor die Epidemie ausbricht mit einem tiefen Ausschnitt in eine “Alkopole-Bierhimmel-24/7 Bierchen für nen Euro”- Kneipe gehen.

Eine halbe Stunde genügt, um alle Nahkampftechniken einmal durch zu spielen und zu lernen, wie man Hirntote auf Abstand hält.

6. Ein ernstes Gesicht aufsetzen, auf den (so noch vorhandenen) Bauch zeigen und mit fester Stimme sagen: “Sag mal, hast du zugenommen?”

Das gibt dir mindestens 30 Sekunden Zeit, um weg zu laufen. (Funktioniert bei allen Geschlechtern.)

7. Das Handy zücken und sagen “Deine Mutter ist dran und fragt wann du sie mal wieder besuchen kommst.”

Die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass der verbleibende zombianische Überlebenstrieb den Angesprochenen dazu bewegt, schreiend weg zu rennen, ist sehr hoch.

8. Immer einen Ghettoblaster dabei haben und voll aufgedreht Alexander Marcus oder ähnliches Liedgut abspielen.

Soweit die Schallwellen reichen, wird nichts und niemand in deine Nähe kommen. Denn entweder schunkeln dann alle und singen mit oder ihnen läuft das Hirn aus der Nase und sie fallen um. Ein musikalisches Schutzschild quasi.

9. Einparken üben.

In einem Auto sitzen und Massen von Zombies kommen auf dich zu gerannt? Dann einfach genau das machen, was du tun würdest, wenn du parallel einparken müsstest. Laut vorherrschendem Klischee sind Frauen in dieser Situation ja kreuzgefährlich und mit einem Massenvernichtungsmittel vergleichbar.

10. Sofort beißen lassen. Lieber untot als der letzte Mensch auf Erden. Immer dieses Verstecken und kämpfen, keine intelligenten Gespräche mehr führen können und Herr Gott nochmal keinen Sex bei dem die Geschlechtsteile nicht abzufallen drohen? Das ist doch ungefähr so lustig wie der letzte zu sein, der beim Sportunterricht gewählt wird.

  1. der voller Klischees steckt und hochgradig unfair und sexistisch zu allen Männern, Frauen und Zombies ist []