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Mein Dilemma mit Pornos (Teil 3)

2. Der Mensch und sein Körper

Mit nichten möchte ich propagieren, dass Menschen in Hochglanzpornos auch perfekt aussehen müssen. Aber wenn mir schon Hochglanz und Perfektion vorgegaukelt werden, dann bitte auch im Detail. Hat ein/e Akteur/in einmal meine Wolllust entfacht, möchte ich einfach nicht sehen, dass er oder sie bei näherer Betrachtung Pickel am Hintern hat. Oder allergischen Ausschlag durch eine überhastete Intimrasur, bei der er oder sie sich auch noch geschnitten hat. Schlimmer finde ich aber noch Intimbehaarung, die so überdimensioniert ist, dass sie selbst einen 25cm Schwanz aussehen lässt wie einen Zwerglurch im Amazonas.

Über blaue Flecken bin ich in all den Jahren hinweggekommen. Die wurden nahtlos abgelöst durch mein Entsetzen wenn ich OP-Narben an Brüsten entdecke. Ich kann nicht anders, ich sehe sofort wie die entsprechende Frau auf dem OP Tisch liegt. Schnitt, Schnitt, aufreißen, Silikon reinpressen, Nippel justieren, zunähen … das ist das Ende meines Pornoabends.

Weniger blutrünstig, doch nicht minder ein Coitus Interruptus sind kleine Details wie dreckige Fingernägel (oder ölverschmierte Händen, ich meine, wer soll das wieder sauber kriegen?), lange Fingernägel bei „Lesben”, mit denen dann auch noch gefingert wird (Aua), Männer, die ihre Socken (und es sind fast immer Tennissocken) anlassen oder noch schlimmer, die Schuhe gleich mit. Für mich gibt es ja nichts Alberneres als nackte Menschen, die noch Schuhwerk tragen.

Stopp, das revidiere ich!

Männer, die sich gar nicht ausziehen, sondern nur ihren Schwanz aus dem Reißverschluss holen. Das ist in der Tat die Krönung. Irgendwie sieht das immer aus, als wäre der Pimmel angeklebt und ich komme nicht umhin zu befürchten, dass der offene Reißverschluss und seine scharfen Kanten nicht äußerst unangenehme Verletzung im Genitalbereich des Schwanzinhabers und seiner Partnerin hervorrufen könnten.

Meiner Entspannung auch nicht zuträglich sind Stellungen, die offensichtlich das Ableben der beteiligten Hüften, Lendenwirbelsäulen, Knie oder Schultern stark forcieren. Natürlich will ich nicht immer das Gleiche sehen aber ist es nötig die Dame der Wahl zehn Minuten einen Kopfstand mit Beingrätsche vollziehen zu lassen bei dem der gegengeschlechtliche Verrenkungspartner auf einen Stuhl klettern muss, um sein Glied versenken zu können? Zu gerne würde ich sehen wie meine Nachbarn das nachzumachen versuchen. Geil macht mich das aber nicht, denn bei allem Gestöhne und Getue, glücklich sehen die zwei Protagonisten in ihre super-kinky Stellung nicht aus.

Doch nicht nur die Körper lassen mich manchmal vor Schreck erstarren.

Meistens reden diese ja auch noch.

to be continued…