Tag Archive for 'Pornographie'

Pornofilmtitel, die ich befürworten würde…

“Enddarm auf links” (Sanftes Fisten ausgeschlossen)

“Wir ficken für den Weltfrieden” (der politische Porno)

“Wurstpresse Vol.1″ (eine gemeine Nymphomanin, die ausschließlich Brustverkehr betreibt)

“Freunde der Gesichtsbesamung e.V.” ( Verein der Bukkake Liebhaber)1

“Spider-Musch” (Oma hatte lange keinen Besuch untenrum)

“Bums-Valara” (zünftiges Bumsen der Hauptdarstellerin “Valara” zu Blasmusik [sic])

“Der Rügenwalder Deckhengst” (Kurzzusammenfassung hier)

“Horch wer kommt von draußen rein?” (The TRUE Weihnachtsmannstory)
“Schneeheißchen und Mösenrot” (die zwei geilen Schwestern)

“Ramm-bo” (Welt retten, ficken, Welt retten…)

“Liebling, ich hab mir den Penis aufgepumpt…” (das Prequel zu “Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft”)

“Mein Krampf” (für Scheidenkrampf-Fetischisten)

“Lord of the Scheiß” (anales Gedöns im wahrsten Sinne)

“Hausbesuch von Dr. Ficksahne” (aus dem Alltag eines auf Hausbesuche spezialisierten Gynäkologen)

tbc…

  1. dieser Titel ist dann für die eher wissenschaftlichere Kundschaft []

Mein Dilemma mit Pornos (Teil 4)

3. Verhalten und Dialoge

Dass vor allem die billigeren Produktionen nicht gerade mit intelligenten oder überhaupt sinnvollen Dialogen glänzen, ist ein alter Hut. Manchmal frage ich mich, ob da wirklich eine Geschichte drum herum gebastelt werden muss oder ob es nicht reicht zu sagen: „Das sind Rainer und Uschi. Die ficken jetzt.” Vielleicht bin ich in diesem Fall aber auch zu unromantisch. Andersherum betrachtet habe ich aber auch Pornos gesehen, in denen es keine Story gibt und in denen nicht geredet wird. War auch irgendwie langweilig. Dann vielleicht doch lieber ein bisschen von:

Er: „Warum liegt denn hier Stroh”

Sie: „Warum hast du eine Maske auf?”

Er: „Ach komm, dann hol mir doch einen runter”

Sie: kommt nicht mehr zum bejahen, hat ihn schon im Mund.

Schlimmer als Dialoge finde ich manchmal das propagierte Verhalten. Nur weil die Sexualpartnerin eine devote Sau ist, die sich gern ordentlich fertig machen und von Fremden im Wald nehmen lässt, so heißt das noch lange nicht, so meine ich zumindest, dass man der Dame danach nicht wenigstens den Schlüpfer wieder hochziehen könnte. Ich meine was würde Mutti sagen? Oder der Partnerin ins Auge ejakulieren. Wer will das denn?1 Und ist das gut für die Netzhaut? Und wieso wird in den letzten Jahren vermehrt aufs Genital gespuckt? Wenn die sie nicht von Haus aus nass ist…

Jetzt fällt mir beim Thema Dialog noch etwas ein. Dirty-Talk und Bettgestöhne. Da steh ich total drauf. Außer den amerikanischen und japanischen Varianten. Während die Durchschnittsjapanerin zumeist klingt wie eine wimmernde Kariespatientin, hört die Durchschnittamerikanerin leider oft gar nicht mehr auf zu reden.

Am schönsten finde ich da die italienischen und spanischen Pornos. Wenn man die im Original guckt und die Sprache nicht kann, klingt irgendwie alles sexy und verheißungsvoll, selbst wenn die fast barbusige Dame dem Herrn mit der Pornosonnenbrille (bisher) nur den Weg zeigt.

Kommen wir nun zur letzten Kategorie:

4. Goofs

Vor einer Weile sah ich einen künstlerisch wertvollen Porno, der mir wirklich gut gefiel. Ich hatte schon Hoffnung. Bis ich rechts oben an der beleuchteten Wand die Schatten zweier Personen sah, die in der „Frau ist frustriert und masturbiert” Szene gar nicht hätten vorkommen sollen. Es waren die Schatten des „naturgeilen” Nachbarn der sich eben ins Zeug legenden Masturbiererin und der der Vorwichserin2 . Das versaut einem nun wirklich jegliche Illusion. Noch schlimmer ist es, wenn ganze Teile der Crew oder des Equipments zu sehen sind. Oder die Darsteller direkt neben die Kamera schauen und man weiß genau, da steht der Regisseur und gibt so hocherotisierende Anweisungen wie „Mach mal die Beine breiter, sonst kann man da nich reinzoomen”.

Wie soll man denn da kommen?

Doch keine Angst lieber Leser, trotz zahlreicher Rückschläge ist meine Libido in guten Händen. Ich mache mir jetzt meine eigenen Pornos. Nicht im Kopf, sondern in echt wie letzte Woche im Kino. Da hatte ich einen großartigen Dreier, der wäre einen Oscar wert gewesen. Nur zeichne ich mich nicht auf dabei. Hab nämlich manchmal Pickel am Hintern.


  1. Bis auf die Angehörigen der „Frau ins Auge spritzen” Fetischgruppe, die es tatsächlich gibt. []
  2. Ich habe keine Ahnung wie die Leute heißen, die hinter den Kulissen für das Erarbeiten und Halten der Erektionen zuständig sind. Deshalb nenne ich die mal so. []

Mein Dilemma mit Pornos (Teil 3)

2. Der Mensch und sein Körper

Mit nichten möchte ich propagieren, dass Menschen in Hochglanzpornos auch perfekt aussehen müssen. Aber wenn mir schon Hochglanz und Perfektion vorgegaukelt werden, dann bitte auch im Detail. Hat ein/e Akteur/in einmal meine Wolllust entfacht, möchte ich einfach nicht sehen, dass er oder sie bei näherer Betrachtung Pickel am Hintern hat. Oder allergischen Ausschlag durch eine überhastete Intimrasur, bei der er oder sie sich auch noch geschnitten hat. Schlimmer finde ich aber noch Intimbehaarung, die so überdimensioniert ist, dass sie selbst einen 25cm Schwanz aussehen lässt wie einen Zwerglurch im Amazonas.

Über blaue Flecken bin ich in all den Jahren hinweggekommen. Die wurden nahtlos abgelöst durch mein Entsetzen wenn ich OP-Narben an Brüsten entdecke. Ich kann nicht anders, ich sehe sofort wie die entsprechende Frau auf dem OP Tisch liegt. Schnitt, Schnitt, aufreißen, Silikon reinpressen, Nippel justieren, zunähen … das ist das Ende meines Pornoabends.

Weniger blutrünstig, doch nicht minder ein Coitus Interruptus sind kleine Details wie dreckige Fingernägel (oder ölverschmierte Händen, ich meine, wer soll das wieder sauber kriegen?), lange Fingernägel bei „Lesben”, mit denen dann auch noch gefingert wird (Aua), Männer, die ihre Socken (und es sind fast immer Tennissocken) anlassen oder noch schlimmer, die Schuhe gleich mit. Für mich gibt es ja nichts Alberneres als nackte Menschen, die noch Schuhwerk tragen.

Stopp, das revidiere ich!

Männer, die sich gar nicht ausziehen, sondern nur ihren Schwanz aus dem Reißverschluss holen. Das ist in der Tat die Krönung. Irgendwie sieht das immer aus, als wäre der Pimmel angeklebt und ich komme nicht umhin zu befürchten, dass der offene Reißverschluss und seine scharfen Kanten nicht äußerst unangenehme Verletzung im Genitalbereich des Schwanzinhabers und seiner Partnerin hervorrufen könnten.

Meiner Entspannung auch nicht zuträglich sind Stellungen, die offensichtlich das Ableben der beteiligten Hüften, Lendenwirbelsäulen, Knie oder Schultern stark forcieren. Natürlich will ich nicht immer das Gleiche sehen aber ist es nötig die Dame der Wahl zehn Minuten einen Kopfstand mit Beingrätsche vollziehen zu lassen bei dem der gegengeschlechtliche Verrenkungspartner auf einen Stuhl klettern muss, um sein Glied versenken zu können? Zu gerne würde ich sehen wie meine Nachbarn das nachzumachen versuchen. Geil macht mich das aber nicht, denn bei allem Gestöhne und Getue, glücklich sehen die zwei Protagonisten in ihre super-kinky Stellung nicht aus.

Doch nicht nur die Körper lassen mich manchmal vor Schreck erstarren.

Meistens reden diese ja auch noch.

to be continued…

Mein Dilemma mit Pornos (Teil 2)

Um dem geneigten Leser mein Dilemma näher zu erläutern, versuche ich es mal zu kategorisieren:

1. Die Umgebung

Mal abgesehen vom echten Amateurporno, bei dem ich ja erwarte, dass er in allzu realistischen Schlafzimmern durchschnittlich attraktiver Alltagsmenschen stattfindet, ist die Umgebung und die nicht beachteten Details selbiger mein Abturner Nummer eins.1

Zum Beispiel komme ich nicht mit den, vor allem im deutschen Porno gern gesehen Leoparden/Jaguar/Tiger bemusterten Polsterliegen mit dazugehöriger verspiegelter und schwarz furnierter Anbauwand klar. Ich habe mich immer gewundert, wo man so was Albernes kaufen kann, bis ich es zufällig in einem Katalog sah.

Noch abturnender, und leider weltweit proportional überdurchschnittlich oft vorhanden: alte Gelsenkirchener Barock Sofas, die irgendwie immer unbequem, zu klein und mit Augenkrebs erregenden Mustern bezogen sind. Zu diesen gesellen sich gern die in den 80er Jahren beliebten Mosaikfliesenbeistelltische. Bei beiden gibt es eindeutige internationale Präferenzen für die Farben schwarz, braun, lila und königsblau zu denen sich in den letzten Jahren noch ein unmotiviertes apricotfarben gesellt hat.

Warum vögelt keiner auf einem schönen übergroßen Bretz Sofa? Die gibt es auch in Animal Print (wenn’s denn unbedingt sein muss) und die sehen nicht nur gut aus, da passt auch ein ganzer Gang Bang drauf.

Warum die meisten Fickmöbel in gemustert, animalgeprintet bzw. changiert daher kommen, erschloss mich mir bei einer eher traumatischen Pornoerfahrung in einem Lesbenporno (einem für Lesben). Die Damen wühlten sich zur Abwechslung auf einer monochromen2 Garnitur. Anfangs erfreute ich mich über die erfrischende Einfarbigkeit, bis ich näher hinsah. Flecken! Überall. Und was für welche! Seit dem weiß ich wozu man diese Muster braucht. Damit man die Pornoalltagsbegleiterscheinungen nicht so schnell entdeckt.

Doch nicht nur die Möbel an sich verschrecken meine zart besaitete Libido. Meist sind es auch die unmotiviert bereitgestellten Accessoires, die Realität vortäuschen sollen. In einem Porno stand im Regal hinter den sich gerade anal begutachtenden Akteuren ein Bild von Maggie Thatcher. Sorry, aber wer bei Maggie Thatcher noch einen hoch kriegt, sollte sich in Therapie begeben.

Als ähnlich demotivierend können folgende Beobachtungen meinerseits eingestuft werden: Karl Marx’ Das Kapital (mit dem der Protagonistin auch noch der Hintern versohlt wurde), ein schon vor Wochen verstorbener Feigenbaum, Kaffeehausgardinen, eine Klobürste (im Wohnzimmer), Kartoffelchips (im Schlafzimmer), leere Regale, Diddl-Maus Bettwäsche, angeschaltete Fernseher, die nebenbei Kinderfernsehen übertragen…

to be continued…


  1. Amateurporno gucken ist für mich eh ein bisschen wie eine Tiersendung im Fernsehen sehen. []
  2. Lilafarbenen, für alle die es genauer wissen wollen []

Mein Dilemma mit Pornos (Teil 1)

Meine Pornozuschauerkarriere begann im zarten Alter von zwölf Jahren als ich auf der Suche nach meinem damaligen Lieblingsfilm in der elterlichen VHS Schublade kramte. Hinter Mutters „Pretty Woman” und „Dirty Dancing” gab es plötzlich, weit versteckt eine weitere Reihe Filme. Ich griff mir einen: meinen ersten Porno „Dr. Snake”.

Dieser wartete schon auf der Verpackung mit einer freizügigen Dame und ihren markanten, ungeniert zur Schau gestellten vaginalen Einzelheiten auf.

Wow.

Da war sie …meine erste Pornomuschi. Und so unverhofft, dass ich schneller abging als damals bei Pamela Anderson und ihrem ersten slow-motion Baywatchrettungseinsatz.1

„Dr. Snake” war übrigens ein italienischer Hardcorestreifen mit dem Claim: „Morgenstund hat Schwanz im Mund” und den mit Abstand größten und auftoupiertesten Intimhaarlandschaften, die ich jemals im Leben gesehen habe. Eigentlich bestand der halbe Film nur aus Haar und den darunter vermuteten Genitalien. Und genau da begann mein Pornodilemma.

Ich liebe Pornos. Mit den Jahren habe ich mich durch so ziemlich alle Subgenres, Länder und Jahrzehnte durchgeguckt. Ob hetero, homo, lesbisch (für hetero Männer) oder lesbisch (tatsächlich für Lesben)2 , BDSM oder andere Fetische, Softcore oder Hardcore, Amateur (Mutti und Vati von nebenan treiben es auf dem Multifunktionstisch im Wohnzimmer) oder professionell – I’ve seen them all.

Und nein, ich leide nicht an Pornosucht, im Gegenteil. Ich suche nach dem einen Porno, der mich vollends befriedigen kann, denn alle, ich wiederhole, ALLE Pornos, die ich bisher gesehen habe, haben es geschafft mich früher oder später abzuturnen. Denn leider bin ich eine Spezies Mensch, die einen stark ausgeprägten ästhetischen Anspruch hat. Und der versaut mir jedes Mal das Vergnügen, denn während die zwei Protagonisten sich ordentlich ins Zeug legen, wandern meine Augen immer zu den Imperfektionen, den unbeachteten Kleinigkeiten, dem allzu Menschlichen – eben den Sachen, die meine Libido dazu bringen abzuwinken und vorzeitig schlafen zu gehen, obwohl sie eben noch die ganze Nacht hätte durchtanzen können.

  1. Was soll ich sagen, sie hatte die besten „Argumente” des Jahres 1992 []
  2. Oh ja lieber Leser, da gibt es einen riesigen Unterschied. Solltest du männlich und hetero sein, empfehle ich die wenigen aber vorhanden echten Lesbenpornos zu umschiffen. []