Messerscharfe Analogie…not.

Ich habe zwei Arten von Messer in meiner Küche: Sol-Inger Messer, die ich billigst in einem 1€- Laden auf Gomera erstand und dann eine Packung  “japanische”1 Messer auf die ich 25 Jahre Garantie gegen Abnutzungserscheinungen hätte, hätte ich den Otto Versand Kassenbon von 2001 pflichtbewusst aufgehoben. Hab ich aber nicht, denn es war mir egal wie lange die Messer funktionieren. Genauso egal wars mir, dass sie ungefähr so japanisch sind wie meine Sol-Inger Messer aus Solingen sind.

Zwei Wochen nach meinem Otto Versand Shoppingrausch 2001 habe ich angefangen nachzuschärfen. Mit Freude. Und auch heute noch lache ich in mich hinein, wenn Freunde Utensilien in meiner Küche benutzen wollen und völlig durchdrehen, dass nichts was nach Messer aussieht auch nur annähernd die Funktion eines solchen erfüllt.

Ich mag es, wenn Dinge nicht das tun was sie sollen. Diese Messer sind pottenhässlich und man könnte auf ihnen nach Russland reiten. Aber es sind meine. So! Die ersten habe ich mir für meine erste Wohnung gekauft und ich weiß noch, wie ich in der komplett leeren Bude saß mit unendlich vielen Möbelstücken, die noch in Pappe verpackt waren und diesem bekloppten Messerset. Und für jede Pappverpackung brauchte ich ein anders, weil sie nach faktisch einmaliger Benutzung schon im Arsch waren.

So. Jetzt zur Analogie. Du bist wie meine Messer. Völlig bekloppt. In deiner Funktion völlig sinnfrei. Aber ich find dich wunderbar. Genau deswegen. Bleib ruhig ein Sol-Inger Messer in meiner Schublade. Und lass dir nicht einreden, dass du es nicht bringst, nur weil dir so ein Edelstahl mit Diamanten besetztes Teil dir einredet, du hättest keinen Wert.

Verstanden?

  1. Ich nenne sie jetzt mal so weil die Firma sich NIPPON nennt []

1 Response to “Messerscharfe Analogie…not.”


Leave a Reply