Peripherie-Perforation

Ich gebe auf.

Ich bin einfach nicht im Geringsten geeignet für Büroarbeit.

Heute habe ich zwei von drei Kopierern des Hauses, das so verrückt war mich einzustellen, geschrotet. Beim ersten habe ich nur den Toner wechseln wollen. Aber ich vergaß, dass ich ja Superküken bin und habe den Toner mit samt Halterung und Kabeln aus der Maschine gerissen wie Chuck Norris in seinen besten Zeiten. Man kommt sich ziemlich blöd vor, wenn man vor so einer Maschine steht quasi mit dem noch zuckenden Herzen in der Hand. Und dem Gesicht und den Händen schwarz vom Tonerstaub. Und genau wie Superhelden es so machen, wenn sie Scheiße gebaut haben, sagte ich dem entsetzten EDV Mann, dass das wohl der Spast gewesen sein muss, der vor mir dran war.1

Der zweite Kopierer fraß aus mir nicht erklärlichen Gründen all mein Papier auf und explodierte wegen seines Verstoßes gegen die sechste Todsünde. Die abspringende Klappe flog direkt auf das nebenstehende Faxgerät, welches  in Panik ob der Kopiererterrorattacke in schrillsten Tönen piepte. In meiner Verzweiflung drückte ich sämtliche Tasten gleichzeitig, damit es endlich verstummt…

…ich hoffe es fällt keinem so schnell auf, dass jetzt alle gespeicherten Nummern weg sind.

So langsam glaube ich ja wirklich, dass mir irgendwo ein Gen fehlt. Und zwar genau das auf dem Gott in ihrer unendlich kleinen Handschrift geschrieben hat “Peripheriegeräte nach Gebrauchsanleitung benutzen”.

Vielleicht wäre das auch gar nicht passiert, dachte ich mir so, wenn nicht kurz vorm Kopieren mein Arbeitsrechner kaputt gegangen wäre. Und das nur weil ich mein Telefon so blöd auf die Tastatur fallen ließ, dass sich die F1 Taste verhakte und sich  drei Zillionen Windows Hilfe Fenster gleichzeitig öffneten bis der gänzlich überforderte Altrechner eine Herzattacke erlitt und die Beine breit machte.

Ich befürchte eines Tages nach getaner Arbeit die werkseigenen Prämissen zu verlassen und hinter mir liegt ein rauchender Schutt- und Ascheberg, auf dem ein weinender Techniker sitzt und vor und zurück wippt, während er leise meinen Namen flüstert.

“Karatekueken was here…”

  1. Erst später fiel mir ein, der “Spast” davor war mein Chef []