How to get through a Horrorfilm if you are a riesige Pusche (Teil III)

Teil II

So liebe Pusche. Jetzt kennst du dich ja schon aus in den verschiedenen Arten des Horrorfilms. Das mag helfen, wird aber noch nicht deine unkontrollierbaren Mädchenquieker unterbinden, denn erschrecken wirst du dich wahrscheinlich trotzdem. Und das wird peinlich, vor allem wenn du dabei auf den Schoss deines Nachbarn springst. Das wäre nämlich eins von diesen Dingen im Leben, die man echt schlecht erklären kann ohne all seine Männlichkeit zu verlieren.

Selbst mit der besten filmwissenschaftlichen Erklärung (“Was denn, Horrofilme spielen traditionelle mit dem Kreiern emotionaler Reaktionen auf das Bewegtbild! Das kommt vom gespaltenen menschlichen Bewusstsein, welches fortwährend zwischen traditionellem magischen Glauben und skeptischen Zweifel hin und her pendelt! Das führte meinerseits zu einer körperlichen Schockreaktion, die mich zufällig auf den Schoss des Nachbarn befördert hat!”) kommst du aus der Nummer nicht mehr raus.

Um zu verhindern, dass deine Kumpels dich für die nächsten Jahre mit Mädchennamen ansprechen, musst du noch wissen, was für Arten von Horror auf dich zukommen.

Es gibt drei Dinge, die dich als Pusche entlarven können:

1) Horror

Horror ist vor allem Angst. Und zwar – im Gegensatz zur Suspense1 – ist diese Angst gegenwartsbezogen. Das heißt es passiert gerade etwas im Film, dass bei dir körperliche Reaktionen wie schreien, weinen, nach Mutti rufen, ins Höschen schiffen, sich an deinem Kumpel festkrallen etc. auslöst. Interessanterweise weiß dein Gehirn, dass ihm nicht wirklich was passiert, sonst würde dein Fluchtreflex einsetzen. Gegen Horror kannst du zwei Dinge machen. Entweder du guckst nicht hin (also Richtung Film gucken aber kurz davor einen scharfen Linksschwenk einbauen) oder du lachst ihn weg. Nichts hilft besser als Angst zu belachen. Aber nicht übertreiben, sonst kriegst du kein Bier mehr.

2) Schock

Schock definiert sich als plötzliches und unerwartetes Hereinplatzen eines Schreckmomentes. Quasi ein unangekündigter Besuch deiner Mutter am Samstag morgen, während du besoffen und nur mit einer Mütze bekleidet auf dem Badezimmerboden in deinem persönlich Erbrochenem liegst. Das Gute an Schockmomenten im Film ist, dass es sie fast gar nicht gibt. Sie werden nämlich immer angekündigt. Setzt plötzlich bedrohliche Musik ein? Bewegt sich der bald nur noch in Einzelteilen existierende Darsteller wie in Zeitlupe? Oder geht in Zimmer, die man niemals betreten würde? Oder dreht er seinen Rücken einer offenen Tür zu kurzum macht er oder sie etwas total Hirnrissiges? Bevor man dich schockt wird man immer versuchen deine Emotionen zu überweiten und dann ZACK! QUIIIEEEEKK! Nur dass du ab jetzt nicht mehr quieken wirst, denn du bist jetzt der Großmeister des Schockmoment Erwartens.

3) Terror

Terror kommt quasi vor dem Schock. Das ewig lange Warten auf den schlimmen Augenblick, das ist Terror. Man fürchtet sich quasi vor dem was passieren wird. Das coole an Terror (und letztlich an Schock) ist, dass es meistens verbal angekündigt wird (“Wenn du diesen Raum betrittst dann…”). Terror ist auch noch daran erkennbar, dass die Kamera oft ganz nah an das Geschehen geht. Du siehst nicht alles, dein Blick ist eingeschränkt. Vergleichbar wäre Terror wohl mit dem typischen Chef-Satz “Wir müssen dringend sprechen. Aber jetzt hab ich keine Zeit und morgen geh ich drei Tage in Urlaub.”

So jetzt weißt du bescheid. Am besten du probierst es gleich aus. Mit deinen Freunden und einem Triple-Feature aus sagen wir: THE DESCENT, HOSTEL und einem Meg Ryan Film deiner Wahl (STADT DER ENGEL ist echt Hardcore). Mehr Horror geht nicht.

Also Brust raus, Bauch rein, Pullermann besonders auffällig in eine riesige Hosenbeule gezwirbelt und dann ran an den Film!

  1. siehe Alfred Hitchcock, dem Meister der Suspense []

2 Responses to “How to get through a Horrorfilm if you are a riesige Pusche (Teil III)”


  • hihi. den näxten schaff ich ohne lulu-fleck inner buxe. :) dank dir.

  • Lieber Herr Pulsiv,

    wie gut das zu hören. Faktisch habe ich damit jetzt die Welt gerettet oder? Sie machen nicht mehr lulu in die buxe, müssen deshalb nicht gleich Wäsche waschen, was zig Liter Wasser spart, die einem Baum zukommen können, der den CO2 Gehalt der Luft zusammen mit seinen Kumpels verringern wird, was uns vor der Klimakatastrophe bewahrt. Dankesreden, Preise und Spendengelder bitte an: karatekueken

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