How to get through a Horrorfilm if you are a riesige Pusche (Teil II)

Teil I

3) Psychohorror (it’s all in your head, baby)

Ich sage nur BLAIR WITCH PROJECT (1999).1 Das ist schon eine harte Kategorie. Aber wer schon mal einen ganzen Film mit Meg Ryan durchgestanden hat, der schafft auch einen Psychohorrorfilm. Das üble an dieser Sorte ist, dass er nichts zeigt. Der ganze Horror entsteht im Kopf. Und Puschen sind meist ausgestattet mit übermäßiger Fantasie. Aber das ist auch ein Vorteil. Anstatt dir ganz schlimme Sachen zu denken, bilde dir was Schönes ein:

“Das ist keine Hexe, die die Jugendlichen am Ende umbringt. Die sind nur auf ner Knallerparty gelandet und der Kameramann hat zuviel Kinderpunsch getrunken”

“Das sind nicht ihre Eingeweide. Das ist nur so eine Art Extremdiät. Kein Mensch braucht soviel Darm.”

4) Okkultismus (“Wär es nicht total lustig, irgendwas zu beschwören?”)

DER EXORZIST (1973). Dämonen, Geister oder der Herr Beelzebub persönlich. Entweder sind die schon da oder irgendein Idiot beschwört irgendwas und kriegt es nicht mehr los. Wenn du nicht an sowas glaubst, sind diese Art Filme zum Schreien komisch. Wenn du aber so ein bisschen esoterisch angehaucht bist, mach folgendes. Bring Kreide mit und mal einen fetten Kreis um dich (und die Chips, und das Bier) und verbiete allen ihn zu betreten. Jetzt bilde dir ein, dass das was bringt. Deinen Jungs erklärst du, du hast ne Wette am laufen, du darfst aber nicht sagen was genau und überhaupt, wenn sie das Maul halten, gibts mehr Bier.

5) Slasher (Ene, mene mu, raus bist du)

Sowas wie TEXAS CHAINSAW MASSACRE (Original 1974, Remake 2003). Das sind eigentlich ganz lustige Filme. Klassischerweise gibt es eine Gruppe Jugendlicher, die irgendwo allein ist wo sie keiner schreien hören kann. Die Gruppe ist immer gemischtgeschlechtlich, hetero und voller Idioten, deren einziger Gedanke ist, so schnell wie möglich ineinander zu fallen, Gemächt voran. Hier gilt die klassische Regel “Wer schnackselt, stirbt”. Am Ende bleibt nur das last girl, das letzte Mädchen. Die ist vor allem jungfräulich, hat meistens einen Jungsnamen und ihre Körbchengröße ist indirekt proportional zur ihrem IQ. Sprich, flach aber intelligent. Die macht dann endlich das, was die ganzen Großbusigen nicht tun konnten weil sie beschäftigt waren hinzufallen und zu schreien: sie kloppt dem verrückten (gern von Inzest gebeutelten und minder intelligenten) Axt/Kettensäge/Baseballschläger schwingenden Vollhirni einen in die Eier und gewinnt. So, jetzt wo du das Muster kennst, wirst du nach 15 Minuten schon wissen wer überlebt.2

6) Splatter (schmier, spritz)

Sowas wie HOSTEL (2005). Oder SAW (I bis unendlich). Auch ein Klassiker. Hier gehts nur darum so ekelhaft und blutrünstig wie möglich zu sein. Psychologisch das Gegenstück zum Psychohorror. Das durchzustehen ist zugegebenermaßen schwierig. Das einzige was hilft, ist auch hier die Struktur zu erkennen. Damit du richtig flippst sind die Szenen bevor es richtig über wird gern ausgedehnt lang. Man zeigt dir Folterwerkzeug, erklärt dir die komischen Geräte etc. Und erst dann kommen die üblen Szenen. Durchschnittlich gibt es 5-7 solcher Horrorsequenzen. Also mach folgendes:

1) Ich muss soooo pinkeln. Ich kann nich warten.

2) Ich hole mal noch Chips/ Popcorn /Biomöhrchen

3) Hey Leute, ich geb ne Runde Pizza aus. Extra blutig (falsches Lachen, das über deine Panik hinwegtäuschen soll. Rückzug)

4) Hustenattacke, du gehst lieber vor die Tür, willst die anderen ja nicht stören

5) Omas Geburtstag total vergessen! Was es ist schon Mitternacht? Macht nüscht, Oma hat eh senile Bettflucht.

6) Es gab bestimmt Bierchen. Hey ho noch ne gaaanz dringende Pinkelpause.

7) Tu so als wärst du eingeschlafen weil der Film ja sooo langweilig ist und du so cool bist, dass dich sowas eh nicht erschreckt.

to be continued…

  1. Obwohl der größte Horror hier war, dass man ihre Schnodder minutenlang sehen kann…börgs []
  2. Das ist wie Tatort gucken []

2 Responses to “How to get through a Horrorfilm if you are a riesige Pusche (Teil II)”


  • Herrlich!
    Solltest Du jemals ein Buch schreiben, sag bescheid …

  • Wenn ich das jemals mache, lieber Olaf, werde ich natürlich meinen Blog schamlos für Werbung nutzen und allen bescheid sagen, die ich kenne. Und vielen Dank für das Kompliment :)

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