Ich wurde gechallenged. Von einem Zombie-Nerd. Herr Florian, ich nehme an! (wirft ihm den Handschuh ins Gesicht)
Hier mein Girls Guide1 zum Überleben unter Zombies:
1. In 4711 echt Kölnisch Wasser baden.
So hirntot kann man nicht sein, dass man da reinbeißen wöllte.
2. Nie wieder Zähne putzen, sich Klamotten bei KIK besorgen und mit rohen Dönerlappen behängen.
Das riecht dann alles ordentlich tot und scheiße sieht man auch aus. (Denn irgendwie haben Zombies überhaupt kein Verständnis für Mode, scheint mir.) So kann man sich in jede müffelige Zombiegruppe integrieren und keiner kommt auf die Idee, dass man noch lebt.
3. Reden, reden, reden.
Und zwar ganz viel und ganz schnell und am besten nur über Belanglosigkeiten wie Nagellack, Winterschlussverkauf und Brad Pitt. Das funktioniert ja sogar bei noch nicht gezombten Männern. Die bekommen sofort diesen hohlen, glasigen Blick und erstarren. Aber wie gesagt, das funktioniert nur bei Männern.
4. Waffen mitführen ist nicht wirklich nötig. Die Handtasche zum draufhauen, die Nagelfeile zum ins Hirn bohren (dann einmal nach links drehen, dann einmal nach rechts und langsam rausziehen, sonst macht man sich dreckig), das Parfum zum Augen ausätzen. Die High Heels sind auch ganz praktisch zum Enthirnen geeignet. Eigentlich ist die moderne Großstadtfrau schon jetzt auf dem besten technischen Survivalstand.
5. Noch bevor die Epidemie ausbricht mit einem tiefen Ausschnitt in eine “Alkopole-Bierhimmel-24/7 Bierchen für nen Euro”- Kneipe gehen.
Eine halbe Stunde genügt, um alle Nahkampftechniken einmal durch zu spielen und zu lernen, wie man Hirntote auf Abstand hält.
6. Ein ernstes Gesicht aufsetzen, auf den (so noch vorhandenen) Bauch zeigen und mit fester Stimme sagen: “Sag mal, hast du zugenommen?”
Das gibt dir mindestens 30 Sekunden Zeit, um weg zu laufen. (Funktioniert bei allen Geschlechtern.)
7. Das Handy zücken und sagen “Deine Mutter ist dran und fragt wann du sie mal wieder besuchen kommst.”
Die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass der verbleibende zombianische Überlebenstrieb den Angesprochenen dazu bewegt, schreiend weg zu rennen, ist sehr hoch.
8. Immer einen Ghettoblaster dabei haben und voll aufgedreht Alexander Marcus oder ähnliches Liedgut abspielen.
Soweit die Schallwellen reichen, wird nichts und niemand in deine Nähe kommen. Denn entweder schunkeln dann alle und singen mit oder ihnen läuft das Hirn aus der Nase und sie fallen um. Ein musikalisches Schutzschild quasi.
9. Einparken üben.
In einem Auto sitzen und Massen von Zombies kommen auf dich zu gerannt? Dann einfach genau das machen, was du tun würdest, wenn du parallel einparken müsstest. Laut vorherrschendem Klischee sind Frauen in dieser Situation ja kreuzgefährlich und mit einem Massenvernichtungsmittel vergleichbar.
10. Sofort beißen lassen. Lieber untot als der letzte Mensch auf Erden. Immer dieses Verstecken und kämpfen, keine intelligenten Gespräche mehr führen können und Herr Gott nochmal keinen Sex bei dem die Geschlechtsteile nicht abzufallen drohen? Das ist doch ungefähr so lustig wie der letzte zu sein, der beim Sportunterricht gewählt wird.
- der voller Klischees steckt und hochgradig unfair und sexistisch zu allen Männern, Frauen und Zombies ist [↩]
enthirnen
schon jetzt anwärter für das wort des jahres
Jap. So wie entkernen, entsaften etc.
das wort ist so großartig
.
genau wie “gezombte männer”. herrliche vorstellung. womit wieder der bogen zur berliner ringbahn geschlagen wäre. sowas sieht man da auch des öfteren
vor allem nach 0 uhr auf dem weg zur nachtschicht.
hihi. bei allen 10 punkten hab ich entweder “hihi” gemacht, oder gedacht. und dann hatte ich hunger auf rohe, enthirnte dönerlappen. großartig.
Einspruch bei Alexander Marcus: ich glaube, John Waters hätte ihn gemocht – und der ist doch ein Zombie!
Nur mal so ganz vorsichtig gefragt: Als Mann hat mann also gar keine Chance? Außer vielleicht sich zu transen?
Das werden harte Zeiten. Wo ich doch eh schon so Fußprobleme habe. Und jetzt noch High Heels…
Nun, das ist ja ein Girls Guide. Es steht Ihnen natürlich frei einen Boys Guide zu schreiben, Herr Pixelbrei.
also ich mag transen