Ich lieg dann mal rum…

Ich fühle mich gerade wie damals, als ich Million Dollar Baby sah und Hilary Swanks Kopf plötzlich auf dem Stuhl aufschlägt und alles vorbei ist. Zack!

Schockgefrostet.

Offener Mund.

Im Kopf nur eine “Das kann grad nicht passiert sein” -Warteschleife.

Das machen sie mit einem, die plot twists des Lebens. Ab und zu, gerne wenn man denkt, man kommt klar, knallen sie dir eine Breitseite rein, schwingen dir einen Baseballschläger direkt in die Fresse. Und dann liegt man auf dem Boden, versucht sich an seinen Namen zu erinnern und sucht seinen Backenzahn.

Ich lieg da jetzt schon seit ein paar Tagen. Wach aber regungslos. Man kann eben nicht immer gleich aufstehen. Ich spüre den Schmerz in meinen Knochen, schmecke mein salziges Blut und lache über Gott und ihren ganz eigenen Humor.

Atme durch, schaue wie die Wolken über mir vorüberziehen. Kontempliere, ob es überhaupt Sinn macht wieder aufzustehen. Is doch eigentlich albern. Denn immer wenn man wieder auf beiden Beinen steht, kriegt man wieder die Fresse poliert.

Ich glaub ich bleib hier noch ne Weile liegen. Nur ein bisschen. Zum Ausruhen. Denn ich kenn mich ja. Irgendwann krieg ich Hunger.

Hunger nach dem Leben auf zwei Beinen. Und wenn es soweit ist, raff ich mich auf. Und vielleicht reicht mir dann jemand die Hand und hilft mir hoch.

Oder gibt mir den Gnadenschuss. Der wurde der guten Hilary auch gewährt.

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