Mein Dilemma mit Pornos (Teil 1)

Meine Pornozuschauerkarriere begann im zarten Alter von zwölf Jahren als ich auf der Suche nach meinem damaligen Lieblingsfilm in der elterlichen VHS Schublade kramte. Hinter Mutters „Pretty Woman” und „Dirty Dancing” gab es plötzlich, weit versteckt eine weitere Reihe Filme. Ich griff mir einen: meinen ersten Porno „Dr. Snake”.

Dieser wartete schon auf der Verpackung mit einer freizügigen Dame und ihren markanten, ungeniert zur Schau gestellten vaginalen Einzelheiten auf.

Wow.

Da war sie …meine erste Pornomuschi. Und so unverhofft, dass ich schneller abging als damals bei Pamela Anderson und ihrem ersten slow-motion Baywatchrettungseinsatz.1

„Dr. Snake” war übrigens ein italienischer Hardcorestreifen mit dem Claim: „Morgenstund hat Schwanz im Mund” und den mit Abstand größten und auftoupiertesten Intimhaarlandschaften, die ich jemals im Leben gesehen habe. Eigentlich bestand der halbe Film nur aus Haar und den darunter vermuteten Genitalien. Und genau da begann mein Pornodilemma.

Ich liebe Pornos. Mit den Jahren habe ich mich durch so ziemlich alle Subgenres, Länder und Jahrzehnte durchgeguckt. Ob hetero, homo, lesbisch (für hetero Männer) oder lesbisch (tatsächlich für Lesben)2 , BDSM oder andere Fetische, Softcore oder Hardcore, Amateur (Mutti und Vati von nebenan treiben es auf dem Multifunktionstisch im Wohnzimmer) oder professionell – I’ve seen them all.

Und nein, ich leide nicht an Pornosucht, im Gegenteil. Ich suche nach dem einen Porno, der mich vollends befriedigen kann, denn alle, ich wiederhole, ALLE Pornos, die ich bisher gesehen habe, haben es geschafft mich früher oder später abzuturnen. Denn leider bin ich eine Spezies Mensch, die einen stark ausgeprägten ästhetischen Anspruch hat. Und der versaut mir jedes Mal das Vergnügen, denn während die zwei Protagonisten sich ordentlich ins Zeug legen, wandern meine Augen immer zu den Imperfektionen, den unbeachteten Kleinigkeiten, dem allzu Menschlichen – eben den Sachen, die meine Libido dazu bringen abzuwinken und vorzeitig schlafen zu gehen, obwohl sie eben noch die ganze Nacht hätte durchtanzen können.

  1. Was soll ich sagen, sie hatte die besten „Argumente” des Jahres 1992 []
  2. Oh ja lieber Leser, da gibt es einen riesigen Unterschied. Solltest du männlich und hetero sein, empfehle ich die wenigen aber vorhanden echten Lesbenpornos zu umschiffen. []

1 Response to “Mein Dilemma mit Pornos (Teil 1)”


  • Hmmm, wenn auch der Rest der Einträge mich so erheitert, weiß ich schon, womit ich zukünftig meine Arbeitstage verbringe.

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