Aber bevor wir dazu kommen, bedarf es einiger Vorabinformationen, die der geneigte Leser hier findet.
Alles klar? Gut.
Der Spiegel schließt seine Richtigstellung mit dem folgenden Absatz:
SPIEGEL ONLINE wird künftig noch sorgfältiger recherchieren. Wikipedia bleibt für uns eine wichtige Quelle, darf aber für journalistische Arbeit nie die einzige Quelle sein.
Das hat mich ehrlich gesagt, sehr überrascht. Ich glaube vor nicht allzulanger Zeit galt die Wikipedia noch als, naja, eher fragwürdige Quelle. Hat sich natürlich ganz schön gemausert unsere allwissende Müllhalde. Trotzdem hätte ich den folgenden Satz besser gefunden:
SPIEGEL ONLINE wird künftig noch sorgfältiger recherchieren. Wikipedia bleibt für uns eine wichtige Inspiration, darf aber für journalistische Arbeit nie die einzige Quelle sein.
Der kleine Unterschied? Eine Inspiration ist der Beginn einer Recherche. Eine Quelle ist schon eine Drittel-Recherche. Wenn es schnell gehen muss, eine halbe.[1] Um es mit den Worten eines bekannten Medienunternehmens zu sagen: Nicht gut, nicht gut, nicht gut.
- Wäre natürlich kein Problem, wenn man einfach die Wikipedia als Quelle angeben würde. Aber das macht ja erst recht keiner. Wo kämen wir denn da hin? [↩]
Ich will ja hier jetzt nicht Haare spalten, aber ich bin sowieso davon ausgegangen, dass journalistische Arbeit, so sie denn gut sein soll, sich nicht auf _eine einzige Quelle_ stützt.
ich will ja hier jetzt nicht Haare spalten, aber das steht ja auch im letzten Absatz. (Ja, gut. Spiegel könnte das auch mal jemand erzählen. Aber ich hab heute schon genug gearbeitet.) o_O
Hatte auch an Spiegel gedacht, nicht an Dich.
Also bei uns werden regelmäßig die Augenbrauen hochgezogen, wenn man wikipedia bei seinen Recherchen erwähnt. …ja sogar im Sport! ;)
Den Begriff “Inspiration” finde ich aber gut in dem Zusammenhang!