Come As You Are

Er drehte sich noch einmal auf die andere Seite und versuchte wieder einzuschlafen. Doch es war bereits zu spät, der Tag hatte ihn schon fest im Griff. Mit einem Ächzen erhob er sich aus dem Bett und schlurfte ins Bad. Als er sich dort müde im Spiegel betrachtet, schlich sich etwas in sein Bewusstsein.

Im Flur war irgendetwas anders gewesen als sonst. Er kam nicht wirklich darauf, also ging er nachschauen. Im Korridor sah alles ganz normal aus, es war nur etwas kühl. Es zog. Wieso das? Er war doch gerade erst aufgestanden und hatte noch gar keine Zeit gehabt um zu lüften. Vorsichtig ging er durch den Durchgang, der seinen Teil der Wohnung mit der seines Mitbewohners verband.

Die Reste der Wohnungstür hingen lose in den Angeln. Der Rest lag zersplittert auf dem Fußboden.

Die Tür zum Schlafzimmer seines Mitbewohners stand offen. Ihn beschlich ein ungutes Gefühl. Er schlich sich vorsichtig in das Zimmer und als er durch die Tür trat, erschreckte ihn der Anblick seines Mitbewohners so sehr, dass er über das Schuhregal stolperte und der Länge nach hinschlug.

Für einen kurzen Moment blieb er auf dem Boden liegen. Aber die Hoffnung, nur in einem bösen Alptraum gefangen zu sein, verließ ihn schlagartig, als seine Finger etwas berührten. An seinen Fingern spürte er eine warme Feuchtigkeit. Langsam hob er die Hand und erwartete das rote Blut seines Mitbewohners zu sehen. Doch es war zarter, durchsichtiger Schleim, der langsam von seinen Fingern den Arm entlang rann…

…oder sich schlängelte?

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