Im Westen nichts Neues

War gestern bei “Kompensation oder Kontrolle? - Die Musikindustrie nach der mp3-Revolution“. Das Thema klang sehr spannend und neben den Verfechtern einer sogenannten Kulturflatrate war auch der Syndikus der deutschen phonoindustrie da. Leider krankte das panel (gibt es da ein schickes deutsches Wort für?) daran, dass die Leute aneinander vorbeigeredet haben, nicht wirklich die Fragen des Diskussionsleiters beantworteten und sich manchmal selbst widersprachen. Am spannendsten waren die Beiträge eines Herrn Kröber, der Direktor bei der GEMA ist. Nach seiner Meinung sollten die Künstler zwar für jedes einzelne Musikstück, das aus dem Internet gezogen wird, bezahlt werden, aber andrerseits gibt er auch zu, dass dies aufgrund der Entwicklung, die bis jetzt stattgefunden hat, nicht mehr durchsetzungsfähig sein wird. Die vorgestellte Flatrate hält er aber auch für ungenügend.

Fazit: Es ist spannend und teilweise amüsant solchen öffentlichen Diskussionen beizuwohnen, der prozent an neuen und/oder wichtigen Aussagen ist sehr gering, da die Teilnehmer oft darauf bedacht sind ihre position darzustellen, statt zu diskutieren.

1 Response to “Im Westen nichts Neues”


  1. 1 jeck

    Kommentar bei telepolis:

    [Quote] >… “Wer einzelne
    > Lieder aus einem Album herausreißt und in einer Tauschbörse
    > anbietet”, so Braun, “beschneidet die Entscheidungsfreiheit
    > derjenigen, die diese Inhalte geschaffen haben.”…

    Na also: bitte komplett gerippte Alben mit eingescannten Covers und
    maschinenlesbaren Texten (Lyrics Display:) verbreiten. Spart
    Bandbreite. Erhaelt die Kompositionshoheit des Kuenstlers.
    [Quote]

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