
Ich habe schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, doch pattex wäre nicht pattex, wenn er nicht einfach noch mal wiederholen würde, was ihm am Herzen liegt.
Am kommenden Wochenende wollen die extrem rechtspopulistischen Dreckhaufen Pro Köln und Pro NRW einen internationalen “Anti-Islamisierungskongress” in Köln abhalten. Dass es den Organisatoren und geladenen internationalen Rassist_innen nicht die Bohne um eine echte kritische Auseinandersetzung mit dem Islam geht, dürfte genau so klar (nämlich wie Kloßbrühe) sein, wie die Tatsache, dass es diesen Kongress zu verhindern gilt.
Also: AUFGESTANDEN! HINGESETZT! BLOCKIERT!
Ich zähle auf Euch. Und es dürfen sich auch Nicht-Kölner angesprochen fühlen, immerhin kommen die Rassist_innen auch von überall (na nicht ganz, aber zumindest Zentral-Europa). Wer sich dort mit mir treffen möchte, kann mich gerne anjabbern ( pattex at jabber.ccc.de) oder antwittern (pattex).
Ich plane auch noch eine kleine technische Spielerei für das Event, dazu aber später mehr.
Passend zum schwarz-rot-goldenen Freudentaumel und wiederkehrendem Nationalstolz, veröffentlichte die Friedrich-Ebert-Stiftung die Studie Ein Blick in die Mitte als Fortsetzung der 2006 erschienenen Studie Vom Rand zur Mitte. Betrachtet wird die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts in der deutschen Bevölkerung und deren Gründe.
Das Ergebnis ist erschreckend. Es bestätigt nicht nur das Ergebnis der ersten Studie, die damals in den Medien viel diskutiert wurde, es korrigiert sie leider teilweise noch weiter nach rechts.
“Offenbar wurde die Ausländerfeindlichkeit in der ersten Studie unterschätzt”, sagte die Psychologin und Co-Autorin der Studie, Katharina Rothe. “Mit besorgniserregender Selbstverständlichkeit” wurden sie auch von denjenigen Personen formuliert, die in erster Linie nicht durch rechtsextreme Äußerungen aufgefallen waren.
Einen gelungenen Artikel zur Studie liefert die taz (siehe Zitat oben).
Passend zu meiner Anmerkung in Nazis in der Nachbarschaft, dass sich die Nazi-Aufkleber-Arschgeigen linker Symbole und Slogans bedienen, gab es gestern den Artikel Die Angst der NPD vor dem “Volkstod” bei tagesschau.de.
“Das Konzept von Identität ist auf Seiten der Linken gar nicht klar”, sagt SPD-Politiker Brodkorb. Die NPD hat dies offenbar erkannt und versucht daher, linke Globalisierungsgegner auf ihre Seite zu ziehen; rechte Strategen träumen sowieso schon lange von einer “Querfront”.
Grusel, grusel …

Gestern kam meine Liebste vom Spazierengehen nach Hause und erzählte, dass irgendein Arschloch bei uns in der Gegend Nazi-Aufkleber an die Ecken klebt. Sie hatte auch schon nen ganzen Haufen abgefriemelt und in den Müll geschmissen.
Als wir dann eben eine kleine Runde drehten, fanden wir doch tatsächlich noch mehr davon und rissen natürlich auch die ab.
Wirklich gruselig finde ich, dass die Aufkleber anscheinend so wirken sollen, als hätten sie nichts mit Faschismus zu tun. Man leiht sich sogar Symbole und Slogans der linken Szene aus. Wenn man die beworbene Website ansurft, geht es auch so weiter. Da wird dem Kapitalismus der Kampf angesagt und für Freiheitsrechte geworben. Sogar eine eigene Tierrechtsorganisation haben die gegründet.
Ist das die neue Masche, von der ich zwar schon gehört, sie jedoch bisher noch nicht erlebt habe?
Es wird wohl wirklich Zeit, dass ich mich mal wieder etwas mehr um diesen stinkenden braunen Auswuchs unserer Gesellschaft kümmere. Meine letzte Anti-Nazi-Demo ist schon wieder viel zu lange her. Haltet doch bitte auch ein bisschen die Augen offen, und wenn Ihr solche Aufkleber seht: keine Sekunde zögern.
Noch ein Wort an unseren verkackten Kleber: Du kleiner Arsch kannst mal hoffen, dass ich dich nicht dabei erwische, sonst frisst du deine scheiß Aufkleber. Außerdem wird es danach eine neue Folge meines Podcasts geben: “Lösung $i: Die Nazifresse”