Tag Archive for 'Musik'

Mail ans Metalfest

Liebes Metalfest-Team,

das diesjährige Metalfest auf der Loreley war für mich ganz klar eins der Festivalhighlights der vergangenen Jahre. Tolle Musik, die super Location und eine hervorragende Organisation haben dafür gesorgt, dass ich noch immer mehrfach täglich mit einem dicken Grinsen zurückdenken kann. Ein großes Dankeschön dafür.

Woran ich allerdings leider auch immer wieder denken muss, ist die auffällig hohe Konzentration an Personen, die sich anhand entsprechender Symbole dem politisch rechten Lager zuordnen ließen. Sogar Gruppen von Menschen in ganz klaren Neonazi-Outfits (Stiefel mit weißen Schnürsenkeln und das ganze Zeug) sind meinen Freunden und mir aufgefallen.

Dass die Metalszene sich teilweise durch ihre Selbstdefinition als “unpolitisch” automatisch nach rechts öffnet und somit schon seit vielen Jahren ein Naziproblem hat, ist nichts Neues für mich und schon immer schwer zu ertragen gewesen. Doch so offensichtlich, wie beim Metalfest, wurde mir diese Tatsache nur selten vor Augen geführt.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich Menschen von rechts außen durch Euer National-Flaggen-Design besonders eingeladen fühlen. Zumindest ist das die Erklärung, die mir zunächst am plausibelsten erscheint.
Ich schätze, dass Ihr mit den Flaggen Eure Veranstaltungen in den verschiedenen Ländern trennen wollt, doch bringen Nationale Symbole eben schnell hässliche Effekte mit sich.

Ich würde mir deshalb von Euch für die Zukunft sehr wünschen, dass Ihr Euch öffentlich und stets sichtbar gegen rechts positioniert, um zu zeigen, dass Nazis beim Metalfest nicht willkommen sind.
Ich fand es toll zu sehen, dass einige Eurer Händler dies selbstständig getan haben und würde es mir von der gesamten Veranstaltung wünschen.

Ich freue mich auf das nächste Jahr und bin überzeugt, dass diese Vorfreude, Dank Eurer Bemühungen, ohne braune Trübung sein kann.

Viele Grüße,
Arne

P.S.: Ich werde diese Mail zusätzlich auf meiner Website veröffentlichen, da mich auch die Sicht anderer Metalfans interessiert.

Lösung 19: Das iPhone

Lange habe ich keinen Kater Content mehr aufgenommen, dabei bin ich mir gar nicht so sicher, wieso. Sind mir die Ideen ausgegangen? Eher nicht. Wollte ich kein Bier mehr trinken? Bestimmt nicht. Weiß der Geier…
Wie dem auch sein, es wurde ein Neuer bestellt, dann soll es auch einen neuen geben. Und was ist dieses Mal mein Werkzeug? Natürlich das iPhone, das benutze ich ja inzwischen sowieso für alles.

Bei der Musik im Hintergrund handelt es sich übrigens um den Song “run!” von Entertainment for the Braindead. Ich kann das empfehlen, das ist gesund für Euch. Einfach mal anhören, ist frei.

Deutschland muss sterben

Ich habe hier vor einiger Zeit mal Mini Roc vorgestellt. Daraufhin bekam ich vor Kurzem eine Email vom Netlabel Da ! Heard It Records mit der Information, dass es ein neues Release gibt. Dieses Mal von jemandem namens Sputnik Booster und dass mir das evtl. gefallen könnte.

Also habe ich es mir mal angehört. Ist auch echt in Ordnung, trifft nicht alles meinen Geschmack aber ist halt mal ordentlich Chiptune drin und so. Bemerkenswert finde ich aber, dass Sputnik Booster den großartigen Slime Superhit “Deutschlan muss sterben” covert. Hat mich schon irgendwie gefreut.

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Das Album ROBOT SCIENCE kann man hier herunter laden.

Bobby Baby

Ich habe schon länger nicht mehr gebloggt, und noch viel länger keine Musik mehr vorgestellt. Beides ist hiermit vorbei.

Die Musik von Bobby Baby würde ich als melancholischen Pop vom Feinsten bezeichnen. Eventuell nicht geeignet, wenn sich z.B. die Liebste gerade in Kanada befindet und man sich sowieso schon etwas einsam fühlt. Da die Musik dann zu emotionalen Schwierigkeiten führen könnte.
Aber es soll ja auch Leute geben, die es drauf anlegen…

Goodbye Love ist einer von diesen Songs, die ein eher sensibles Herz schon mal ganz schön in die Mangel nehmen können, besonders wenn man den sehr gelungenen Videoclip mal gesehen hat.
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Bobby (Ruperts High Voltage Disco Remix) ist ein sehr schöner und tanzbarer Remix mit richtig viel Ohrwurmpotential. Zum Mixen ist ordentlich in die Chiptune-Kiste gegriffen worden, was mir ja sehr gefällt. Das Original ist allerdings auch sehr gut.
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Am besten, einfach mal durch die gesamte Website hören. Ich mag alles sehr gerne aber es sind auch noch einige Spezialbonbons zu entdecken.

Küchenradio 156: Musik(industrie) [Update]

Das Küchenradio hat sich in den letzten Monaten bei mir zum absoluten Lieblingspodcast gemausert. Die haben es tatsächlich geschafft, den bisherigen Platzhirsch meiner persönlichen Podcast-Charts, Chaosradio Express, auf Platz zwei zu verweisen.

Heutiges Thema: Musik – obwohl Musikindustrie eindeutig passender gewesen wäre.
Zu Gast: Thorsten König, Managing Director Universal Music International

Leider konnte ich diese Sendung nicht wirklich genießen. Das lag allerdings nicht daran, dass das Küchenradio irgendwie nachgelassen hätte oder so. Das hat mir alles gut gefallen, wie meistens.
Nein, ich hatte während der gesamten Sendung das dringende Bedürfnis, in meine Lautsprecher zu kriechen um diesem Typen mal ordentlich in den Arsch zu treten. Der Mann hat genau die Mischung aus Jammerei, billigen Versuchen eine Existenzberechtigung für sein Gewerbe zu schaffen, wo schon lange keine mehr ist, und grobem Unfug hinbekommen, mit der man mich so richtig auf die Palme bringen kann.

Auch wenn er mit Sicherheit nur einer von vielen in der Branche ist, so hoffe ich, dass seine Stelle als erstes gestrichen wird, wenn der Laden endlich den Bach runter geht. Dann könnte Musik endlich wieder das sein, was sie ist. Nämlich Kunst und kein Klingeln in den Kassen von Leuten, die wahrscheinlich nicht mal eine Gitarre halten können.

Feindbild Kunde hat gesprochen.
Arschloch.

Update 27.04.2008: Passend zu Thema!

Mini Roc – Miniland

MINI ROC - MINILANDMiniland ist ein ziemlich cooles Album von Mini Roc (Jan Michelbach) aus Bochum. Es kann beim französischen Netlabel Da ! Heard It Records heruntergeladen werden.
Ich stehe ja tierisch auf dieses 8Bit-Zeug, besonders mit dicken Beats. Alle Interessierten sollten sich vielleicht mal “Crazy 64″ von den Gebrüdern Teichmann anhören. Auch ein großartiger Song, allerdings leider nicht frei.
Frei ist dagegen dieses Schmankerl von der hier vorgestellten Platte:
[audio:http://invader.nureinhobby.org/musik/RageAgainstTheHighscore.mp3]

Josh Woodward – Dirty Wings

Josh Woodward - Dirty WingsNachdem ich vor kurzem die Band pornophonique vorgestellt habe, wuchs mein Interesse an freier Musik. Nicht, dass ich mit freier Musik vorher nichts am Hut gehabt hätte, doch war ich von der schieren Masse und dem entsprechend großen Anteil an Dreck überfordert. In einem neuen Versuch, mich der mit Abstand coolsten Entwicklung in der Musik-Szene der vergangenen Jahre anzunähern, stöbere ich nun immer wieder mal ein bisschen bei Jamendo und ähnlichen Diensten, um eventuelle Perlen hier vorstellen zu können.

Ich habe allerdings nicht vor, großartige Rezensionen zu verfassen. Zum einen bin ich einfach zu faul dazu, zum anderen bin ich aber auch der Meinung, dass viele Leute viel Scheiße über Musik schreiben können. Der einzige Weg, herauszufinden, ob eine Band wirklich was ist, ist und bleibt selber hören. Also traut Euch und hört rein.

Beginnen möchte ich mit Josh Woodward und dem Album Dirty Wings. Sehr angenehmer und melancholischer, etwas schrammeliger Indie Rock mit Emo Pop Einflüssen, würde ich sagen. Genrebestimmungen sind allerdings nicht so recht meine Stärke. Besonders hervorzuheben ist der Song “Gallows Hill”, der eigentlich ziemlich untypisch für das restliche Album ist, mich jedoch angenehm an schöne Tim Burton Filme erinnert.

Von Josh Woodward gibt es bei Jamendo noch ein weiteres Album, das musikalisch durchaus mehr zu bieten hat, meines Erachtens jedoch über weniger Charakter verfügt und meinen Geschmack auch nicht so recht treffen will. Es ist ok, würde ich sagen.

Gameboy meets Lagerfeuer

Nä wie is dat schön, 8-Bit Songs von traurigen Robotern, verliebten Lemmingen und Space Invaders. Alles gespickt mit Samples unserer liebsten Spielehits von damals, als echte Gegner noch eckig waren. Das sind die Songs von pornophonique.
Ach ja, und das Artwork der einzelnen Songs ist großartig, auch nen Blick drauf werfen!

Das aktuelle Album gibt es zum Download auf der Homepage (CC).

Bin ich über Games und so drauf aufmerksam geworden.

Keine Lösung: Stümpereien der ersten zehn Folgen

Ja ja, bei uns Profis sieht das immer alles so einfach aus, aber ich verrat Euch jetzt mal was: Wir zeigen das auch immer nur wenn’s funktioniert hat. So machen wir das eben, hier beim Fernsehen …

In Wirklichkeit kam es hier bei den hochprofessionellen Dreharbeiten immer wieder zu technischem und menschlichem Totalversagen.

Der Song, den ihr da hört, ist übrigens Punk Rock Medecine von Akeuponctur. Ich finde das sehr passend, die können nämlich auch nichts. Masochisten können sich das laden, ist nämlich freie Musik.

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Return of the Teenage-t.

Turboticket

Seit einigen Jahren finde ich Dinge wie Stagediving, Pogo und T-Shirts auf Konzerten ausziehen scheiße. Aus dem Alter bin ich einfach raus.
Hab ich jedenfalls gedacht.
Am 13.05. waren nämlich Turbonegro in der Live Music Hall und bewiesen mir, was ich insgeheim selbst schon lange wusste. Ich bin noch immer Teenager.

Schon die Vorband (Boozed) hat gerockt wie Arsch und war mindestens die halbe Kohle wert. Das Posing (besonders der Gitarristen) war auch recht gut, allerdings sahen die Jungs für meinen Geschmack nen Stückchen zu normal aus. Wie der freundliche Sozialwissenschaften-Student von nebenan eben. Laut Caddy sind die aber auch gerade mal 20 Jahre alt, da ist das ok. Kann ja noch kommen. Immerhin spielen die wohl schon 150 Konzerte im Jahr, sagt auch der Caddy. Wenn’s stimmt, und davon gehe ich aus, ist das ganz schön cool.

Ok, Vorband vorbei.
Lange Pause: perfekt zum Bier kaufen. Das dauert in der Live Music Hall nämlich immer ewig. Richtig betrinken kann man sich da nicht. Da ist das letzte Bier schon lange wieder abgebaut, bevor man ein neues hat. Egal, nen anständiger Rausch ist in dem Laden eh kaum zu bezahlen.

Tada, da sind sie. Turbo-fucking-negro! Prima. Der Punk-Rock-Finger ist angespitzt.
Ich hab mich inzwischen schön nach vorne gedrängelt, stehe aber eher an der Seite, schließlich will ich nicht mitten im Pogo-Pit stehen, wenn’s los geht.
Es geht los, und ich stehe mitten im Pogo-Pit. Lässt sich aber auch nicht so recht ändern, denn irgendwie kocht die gesamte Halle. Wurst, geb ich eben auch Gas. Das hab ich schon seit $i Jahren nicht mehr gemacht und die spielen schließlich gerade irgendeinen Hit. Welchen weiß ich nicht mehr, bin nicht so gut darin, mir so was zu merken.

Die Liste sah ungefähr so aus:
Hit
Hit
Hit
Hit
Song vom kommenden Album (das Publikum macht Pause)
Noch ein Song vom kommenden Album (… zirp-zirp …)
Hit
Hit
Hit
Hit
Man verlässt die Bühne …
… man lässt sich wieder auf die Bühne feiern
Hit
Hit
Hit Aus.

Ganz schön kurz. Ganz schön gut.
Ein Riesenfest, eine große Schlacht.

Sell your body to the night.