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24C3: Das war’s




Und da ist er vorbei, der 24. Chaos Communication Congress in Berlin. Ich sitze im Zug, fahre in Richtung Köln und lasse meine Eindrücke Revue passieren.

Wie in jedem Jahr bin ich auch heute wieder vor der Abschlussveranstaltung gefahren. Ich mache das nicht, weil ich die Veranstaltung nicht mag, so gerne Traditionen (nicht) pflege oder sonst was. Ich mache das immer wieder, weil ich einfach zu blöde bin, beim Buchen der Bahntickets darüber nachzudenken. Im nächsten Jahr hänge ich einfach noch Silvester in Berlin hinten dran, dann passt’s.

Und wie war’s denn jetzt?
Großartig! Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich wage zu behauten, dass der diesjährige für mich der beste Kongress überhaupt war.

Die Atmosphäre war einfach phänomenal. Ich habe ja noch keine konkreten Zahlen, aber wenn sich in ein paar Tagen gefühlte 5000 Hacker und Haecksen im bcc tummeln, ist das schon eine tolle Sache. Besonders freue ich mich, dass der Anteil der Haecksen von Jahr zu Jahr zu steigen scheint. Er ist noch immer viel zu niedrig (gefühlte 5 bis 10%) doch da tut sich was und das ist wirklich gut.
Ich konnte eine Menge interessante Gespräche führen, und wenn es gerade mal nichts Spannendes gab, habe ich eben die Leute neben mir mit meinen tollen Bier-Öffne-Kunststückchen genervt beeindruckt. Ja, man tut was man kann…

Ich habe keine Ahnung, ob es vielleicht daran lag, dass ich mir die Vorträge gut zusammengestellt habe, doch ich meine, dass in diesem Jahr auch ein sehr ausgewogenes Programm geboten wurde. Technik, Politik, Kultur; in meinen Augen kam wirklich nichts zu kurz.

Und beim Rule 34 Contest habe ich sogar noch den einen oder anderen Fetisch kennengelernt, von dessen Existenz ich bisher noch gar nichts wusste. Toll.
Was mich zu einem Punkt bringt, den einige Leserinnen und Leser (als hätte ich mehrere ^^) vielleicht etwas ungewöhnlich finden. Fühlt sich auch etwas seltsam an, das aufzuschreiben, sollte aber wirklich mal gesagt werden.
Der Gesichtsausdruck, den manche Menschen im Hack Mode habe, kann verdammt noch mal echt sexy sein. Mir ist das schon mehrfach aufgefallen, aber noch nie so sehr wie bei diesem Kongress. Achtet einfach mal selber drauf und guckt den Leuten beim Hacken eine Weile ins Gesicht und nicht auf das Display.

Eine Eigenschaft des Chaos Communication Congress, die mich immer wieder beeindrucken kann, ist die wirklich starke Publikumsbeteiligung. Ein Redner mit einem guten Vortrag bekommt sein verdientes Feedback, genau wie jemand, der nur Scheiße redet. Beides konnte man auch in diesem Jahr wieder mehrfach beobachten.

Ich freue mich schon jetzt auf den Dezember 2008, auch wenn es mit Sicherheit schwer wird, das noch zu überbieten.

Mehr Bilder vom 24C3 gibt es hier.

24C3: Sind wir jetzt die Konservativen?

Eine Frage die sich mir schon eine ganze Weile stellt.
Früher hat meine Mama für die Revolution gekämpft und auch bei mir war, in den ersten Jahren meines politischen Engagements, Veränderung was es zu erreichen galt.
Wenn man sich jetzt jedoch mal anhört worüber hier gerade auf dem Kongress größtenteils diskutiert wird und worum es im Kern schon seit anderthalb Jahren fast ausschließlich geht, muss man leider feststellen, dass uns nichts weiter übrig geblieben ist, als zu versuchen, zu bewahren was wir haben. Gefordert wird nicht mehr groß, nur noch festgehalten. Eine Wahl haben wir nun auch leider nicht mehr wirklich.

In regelmäßigen Abständen verüben Politik und Wirtschaft Anschläge auf das, was uns heilig und teuer ist. Wir sind so sehr damit beschäftigt abzuwehren, was wir können und zu schützen was uns noch bleibt, dass wir keine Zeit übrig haben, uns um unsere wirklichen Anliegen zu kümmern.
Denn die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch: Da gab es auch noch was vor Wolfgang Schäuble und Otto Schily.

Zurück zur Frage vom Anfang: Wenn wir (notgedrungen) versuchen, den aktuellen Status (das Grundgesetz der BRD) zu halten während die momentane Regierung eine Revolution der Antidemokratie, der Unfreiheit und Unmündigkeit anstrebt, sind dann wir die Konservativen? Und wenn wir auf einmal konservativ sind, was sind dann die Damen und Herren Schily, Schäuble, Zypries…?

24C3: Spontandemo




Gegen 19:00 Uhr tauchten heute einige Polizeiautos vor dem Kongress-Zentrum auf, und einige der Mithackerinnen und Mithacker wurden sichtlich nervös. Die Aufmerksameren unter uns hatten allerdings schon mitbekommen, dass kurzfristig eine Demonstration unter dem Motto “Guten Rutsch ins Jahr 1984″ angemeldet wurde.
Die Demo hat mir auch ziemlich gut gefallen. Sie war Kurz, es gab viel zu lachen und niemand ist auf dumme Ideen gekommen (natürliches Nerd-Verhalten!).


Mehr Bilder vom 24C3 gibt es hier.

24C3: Steam-Powered Telegraphy




Momentan stört begleitet mich das Rattern eines Telex (Bild oben) beim schreiben einer E-Mail an meine Liebste, also blogge ich mal eben ein paar Worte dazu.
Diese Maschine genießt eine gewisse Prominenz auf dem Kongress, da sie eine wichtige Rolle im Vortrag nach der Eröffnungsveranstaltung (gestern!) übernahm. In eben diesem Vortrag betrieben nämlich Ingo Schwitters, Jens Ohlig, SkyTee und Sebastian Velke das gute Stück mit einer selbstgebauten Dampfmaschine (Bild unten).

Großer Spaß!


Chaosradio Blog

Zum Beginn wären wir schon ganz dankbar, wenn ihr das neue Blog vielleicht in Eurem Blog kurz erwähnt, damit diese Resource schnell bekannt wird. Vielen Dank dafür im voraus.

Mit Vergnügen tun wir das. Das Chaosradio Blog.

Freiheit statt Angst

Ist ja lustig. Als ich davon erfuhr, dachte ich mir tatsächlich noch, dass ich das sicher bloggen würde, wenn ich doch wieder ein Weblog hätte. Jetzt habe ich wieder eins, und vergesse es doch beinahe.
Aber ist ja noch nicht zu spät.

Ob ich da selber hingehen werde, werde ich wohl eher spontan entscheiden. Demos sind für mich immer eine ziemliche Bocksache.

Aufruf zur Demo in Frankfurt (Main) am Samstag, den 14. April ab 15 Uhr
Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Staat und Wirtschaft auf. Am Samstag, den 14. April 2007 werden besorgte Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt am Main unter dem Motto “Freiheit statt Angst” auf die Straße gehen. Treffpunkt ist der Hauptbahnhof um 15 Uhr. Der Protestmarsch durch die Stadt wird mit einer Kundgebung vor der Paulskirche enden.