Monthly Archive for October, 2007

Zeitung von morgen

24. August 2009

Neues Wahlsystem erfreut sich großer Beliebtheit

Das neue Wahlsystem NeuVot der Bundesrepublik hat seinen ersten Praxistest bei den gestrigen Bundestagswahlen mit Bravour bestanden. Politiker von Union und SPD sind sich einig: „NeuVot ist ein Meilenstein in der Demokratie für Deutschland“ (Bigitte Zypries).

Nach endlosen Debatten um die Tauglichkeit elektronischer Wahlmaschinen und immer größerer Politikverdrossenheit in der Bevölkerung beschloss die große Koalition im Oktober 2008, dass die Bundesregierung durch die Mitglieder des deutschen Bundestages zu wählen sei. Hauptsächlich versprach man sich „eine höhere Wahlbeteiligung, Entlastung des Bürgers und eine handlungsfähigere Regierung“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview vom 5. November 2008.

Die Rechnung scheint bisher auch aufgegangen zu sein. Immerhin lag die Wahlbeteiligung bei nahezu hundert Prozent. Und auch die Bundesbürger begrüßen das neue System laut einer Umfrage des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Emnid. So sprachen sich 78% der Befragten für NeuVot aus. Ein Großteil der Befragten sieht es positiv, dass man sich jetzt nur noch die Wahlergebnisse im Fernsehen anschauen und das Haus nicht mehr verlassen muss.

Kritiker dagegen sehen in Deutschlands neuem Wahlsystem einen schweren Einschnitt in die Demokratie. Überhaupt war das neue Wahlgesetz nicht unumstritten. Es machte die Legislaturperiode 2005-2009 nicht umsonst zu „derjenigen mit den meisten Grundgesetzänderungen seit Bestehen der Bundesrepublik“, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble der FAZ, „und wir sind stolz darauf“. Damit spielt Schäuble auf sein erst kürzlich durchgesetztes Sicherheitspaket an.
Doch für die Kritiker aus Opposition und Bevölkerung findet Zypries klare Worte: „… das sind Querköpfe, die immer etwas einzuwenden haben [...] doch so ist das eben in einer Demokratie, da kann man es nicht allen recht machen“.

Chris Tall-Kugel/Kölner Übermorgenpost

Ein bisschen was zum Streik der Lokführer

Im Rahmen des Bahnstreiks habe ich mir eine ganze Menge beschränkter Aussagen anhören dürfen, die ich hier vielleicht doch nicht ganz unkommentiert lassen will. Jede einzelne Dummheit aufs Korn zu nehmen, will ich mir und der evtl. vorhandenen Leserschaft ersparen. Doch ein paar häufig getroffene Aussagen, die ich mir auch noch gut merken konnte, sollen es dann doch sein.

“Die sollen froh sein, dass sie überhaupt Arbeit haben”, sagte, unter Anderem (hört man ja wirklich oft, den Satz), ein Typ, der bei einer Mitmachsendung bei 1Live anrief. So was kann ich nicht verstehen, der Mann sagt doch mit anderen Worten: “Egal wie niedrig du bezahlt wirst oder wie schlecht deine Arbeitsbedingungen sind, finde dich nicht nur damit ab, freu dich gefälligst drüber!”
Ich gehe einfach mal davon aus, dass derjenige entweder einen gut bezahlten Job unter guten Bedingungen ausübt oder schon so lange nicht mehr gearbeitet hat, dass er nicht mehr weiß, wie unglaublich frustrierend es ist, wenn einem bewusst ist, dass man nach Strich und Faden ausgebeutet wird.

“31%, wie kann man nur so gierig sein?” bekam ich in einem Gespräch mit einem Arbeitskollegen zu hören. Die so oft angesprochenen 31%.

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Chaosradio Blog

Zum Beginn wären wir schon ganz dankbar, wenn ihr das neue Blog vielleicht in Eurem Blog kurz erwähnt, damit diese Resource schnell bekannt wird. Vielen Dank dafür im voraus.

Mit Vergnügen tun wir das. Das Chaosradio Blog.

Lösung 16: Die BankCard

Nachdem ich einem Kollegen die Nummer mit dem Reisepass vorgeführt hatte, sagte er zu mir, er fiele vor mir auf die Knie, wenn ich das auch mit einer EC-Karte schaffe.
So was lasse ich mir kein zweites Mal sagen. Immerhin gefällt es mir tierisch, wenn sich Leute vor mir zu Boden werfen. Außerdem war das prima mit dem Umstand vereinbar, dass ich in weiser Voraussicht mein Lebtag noch keine Bank-Karte weggeworfen habe und sich so ein stattlicher Haufen Karten zum Verheizen ansammeln konnte.
Und das tat ich dann auch, verheizen. Gar nicht so einfach, etwas so Festes wie einen Kronkorken mit etwas so Labilem wie einer kleinen Plastikkarte zu lösen. Mit der vorletzten Karte habe ich es dann geschafft.

Zur Nachahmung nur Leuten empfohlen, deren Kartensammlung ähnlich groß ist oder die eh auf das Kapital der Banken scheißen … oder so.

Ich habe dieses Mal einen Song untergemixt. Ist das weniger authentisch?

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Nettes Bildchen

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Tauschen.

Josh Woodward – Dirty Wings

Josh Woodward - Dirty WingsNachdem ich vor kurzem die Band pornophonique vorgestellt habe, wuchs mein Interesse an freier Musik. Nicht, dass ich mit freier Musik vorher nichts am Hut gehabt hätte, doch war ich von der schieren Masse und dem entsprechend großen Anteil an Dreck überfordert. In einem neuen Versuch, mich der mit Abstand coolsten Entwicklung in der Musik-Szene der vergangenen Jahre anzunähern, stöbere ich nun immer wieder mal ein bisschen bei Jamendo und ähnlichen Diensten, um eventuelle Perlen hier vorstellen zu können.

Ich habe allerdings nicht vor, großartige Rezensionen zu verfassen. Zum einen bin ich einfach zu faul dazu, zum anderen bin ich aber auch der Meinung, dass viele Leute viel Scheiße über Musik schreiben können. Der einzige Weg, herauszufinden, ob eine Band wirklich was ist, ist und bleibt selber hören. Also traut Euch und hört rein.

Beginnen möchte ich mit Josh Woodward und dem Album Dirty Wings. Sehr angenehmer und melancholischer, etwas schrammeliger Indie Rock mit Emo Pop Einflüssen, würde ich sagen. Genrebestimmungen sind allerdings nicht so recht meine Stärke. Besonders hervorzuheben ist der Song “Gallows Hill”, der eigentlich ziemlich untypisch für das restliche Album ist, mich jedoch angenehm an schöne Tim Burton Filme erinnert.

Von Josh Woodward gibt es bei Jamendo noch ein weiteres Album, das musikalisch durchaus mehr zu bieten hat, meines Erachtens jedoch über weniger Charakter verfügt und meinen Geschmack auch nicht so recht treffen will. Es ist ok, würde ich sagen.

Das war schlau von Dir

Jeck:

Deswegen bin ich nie Programmierer geworden: Weil man immer in zu wenig Zeit in zu schlechtem Code von Leuten, die auch keine Ahnung hatten, rumpfuschen muss.