Monthly Archive for September, 2007

Lösung 15: Der biometrische Reisepass

Ja, auch ich habe inzwischen einen dieser schrecklichen biometrischen Reisepässe. Zum Glück ist meiner noch ohne Fingerabdrücke, einer mit kommt mir auch so schnell nicht ins Haus. Doch geht es hier ja ums Prinzip, und überhaupt ist das auch so schon alles schlimm genug.

Wenn der geneigte Leser nun nicht so genau weiß, was denn hier wohl schlimm sein soll, lenke er seine teure Aufmerksamkeit doch bitte hier oder dort hin. Schließlich muss auch ich nicht immer wiederholen, was schon x Mal gesagt wurde.

Das Öffnen der Bierflasche verlief, wie das aufmerksame Publikum mit Sicherheit schon bemerkte, nicht ganz so elegant wie gewohnt, doch hege ich im Normalfall auch keine größeren Aggressionen gegen meine Öffnungswerkzeuge.
Im Übrigen wurden sowohl der Reisepass, als auch mein rechter Mittel- und Ringfinger (coole Kronkorken-Stanz-Muster) mehr oder weniger in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin der Meinung, für das Geld könnte man wenigstens etwas solidere Arbeit erwarten, die Dinger sind einfach zu labil für den Preis (Reisepässe, nicht Finger!) …

Und auch beim biometrischen Reisepass möchte ich nicht versäumen, ein weiteres Mal auf die Demonstration unter dem Motto “Freiheit statt Angst” hinzuweisen, die am Samstag (22.9.07) in Berlin stattfinden wird. Weiterführende Informationen lassen sich auf der Website des AK Vorratsdatenspeicherung finden.
Ich werde natürlich vor Ort sein. Wer sich Tipps zum Bierflaschen Öffnen abholen oder einfach nur mal plaudern will, kann mich gerne kontakten. Ich treffe immer gerne nette Leute.

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Handybitch

In Wartezimmern von Arztpraxen sieht man ja des öfteren kuriose Dinge und Leute. Heute war es eine Handybitch.

Eine Handybitch ist eine Person, meist männlich, ‘n bisschen moppelig (das sind Muskeln!) und in der Aufmachung eines 80er Jahre Zuhälters, deren Hauptlebensinhalt aus Mobiltelefonen, Klingeltönen, Logobildchen und SMSen besteht.
Nicht, dass das etwas besonderes wäre, ich lebe in Köln, ca. 30% aller unter 30-jährigen sind hier Handybitches.

Aber heute beim Arzt: Ein Exemplar mit einem Telefon pro Hand (es hatte zwei!) und simultaner SMS-Tippung. Da war ich schwer beeindruckt.

Jetzt frage ich mich natürlich, was er beim Arzt wollte. Ne dritte Hand vielleicht?

Esjuwi

«Ein SUV signalisiert Sicherheit, bietet außerdem eine hohe Sitzposition mit einfachem Einsteig – hinzu kommt dann auch noch eine gewisse Emotionalität», sagt Dudenhöffer. Was bedeutet: Ein SUV bietet das, was Fachleute von einem Seniorenfahrzeug verlangen, versteckt diese Tatsache jedoch hinter einer abenteuerlichen Fassade.

Aus einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers.
Wie beschissen ich diese Karren finde, kann ich kaum in Worte fassen.

Anonymität ist wohl dehnbar

Vor kurzem habe ich mich ja als Mitarbeiter eines großen braunen Paketdienstes geoutet.
Über diesen gibt es eigentlich immer etwas Interessantes zu berichten. Komisch, dass ich damit nicht schon früher begonnen habe.

Mein Arbeitgeber führt einmal pro Jahr eine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit (ERI – Employee Relations Index) durch. Da ich generell ein ziemlich unzufriedener Mitarbeiter bin, nehme ich natürlich daran teil, wann hat man schon mal die Gelegenheit, dem Laden zu sagen, was Sache ist. Gut, ist denen scheißegal, macht aber trotzdem Spaß.
Das sieht dann folgendermaßen aus:

Ich: “Nabend, ich würde gerne an der ERI-Befragung teilnehmen.”
Kollege: “Prima, dann gib mir doch mal bitte deinen Namen und deine Personalnummer.”
Ich: “Nä, mach ich nicht. In dem Brief, den ich bekommen habe, steht drin, dass das eine anonyme Befragung ist.”
Kollege: “Hm, na kein Problem, musst Du ja nicht machen, nimm an einem der Computer Platz und…”
Typ im Anzug (im Folgenden “Typ”): “Du musst dem Kollegen schon sagen, wieso du die Daten brauchst.”
Kollege: “Jo, wir brauchen die Daten … äh … damit wir…”
Ich: “Ich sag euch meine Daten eh nicht, da steht anonym drauf, also kein Name und keine Personalnummer.”
Typ: “Aber…”
Ich: “Das ist eine freiwillige Befragung, ihr wollt wissen was ich denke. Wenn das nur so läuft, geh ich einfach wieder, ich habe eh jetzt Feierabend.”
Typ verlässt den Raum.
Kollege: “Soll ich einfach Kreuzchen rein machen?”

Ich nehme also anonym an einem der Computer Platz und und nicke ein paar Belehrungen , die mir noch mal ganz genau sagen, dass meine Angaben garantiert nicht personalisierbar sind, ab.
Dann die ersten Fragen:

Wie alt sind Sie?
In welcher Abteilung arbeiten Sie?
Wie lange sind Sie schon im Unternehmen tätig?

Bei unseren relativ überschaubaren Abteilungsgrößen ist es ein Leichtes, den Fragebogen über diese drei Fragen einer Person zuzuordnen.

Die Befragung selbst war für’n Arsch, die Fragen waren eigentlich alle so formuliert, dass man sich den ganzen Firlefanz auch hätte sparen können.
Doch zum Glück gibt es da ja auch noch das Feld für freie Kommentare am Schluss.

Gameboy meets Lagerfeuer

Nä wie is dat schön, 8-Bit Songs von traurigen Robotern, verliebten Lemmingen und Space Invaders. Alles gespickt mit Samples unserer liebsten Spielehits von damals, als echte Gegner noch eckig waren. Das sind die Songs von pornophonique.
Ach ja, und das Artwork der einzelnen Songs ist großartig, auch nen Blick drauf werfen!

Das aktuelle Album gibt es zum Download auf der Homepage (CC).

Bin ich über Games und so drauf aufmerksam geworden.