Mail ans Metalfest

Liebes Metalfest-Team,

das diesjährige Metalfest auf der Loreley war für mich ganz klar eins der Festivalhighlights der vergangenen Jahre. Tolle Musik, die super Location und eine hervorragende Organisation haben dafür gesorgt, dass ich noch immer mehrfach täglich mit einem dicken Grinsen zurückdenken kann. Ein großes Dankeschön dafür.

Woran ich allerdings leider auch immer wieder denken muss, ist die auffällig hohe Konzentration an Personen, die sich anhand entsprechender Symbole dem politisch rechten Lager zuordnen ließen. Sogar Gruppen von Menschen in ganz klaren Neonazi-Outfits (Stiefel mit weißen Schnürsenkeln und das ganze Zeug) sind meinen Freunden und mir aufgefallen.

Dass die Metalszene sich teilweise durch ihre Selbstdefinition als “unpolitisch” automatisch nach rechts öffnet und somit schon seit vielen Jahren ein Naziproblem hat, ist nichts Neues für mich und schon immer schwer zu ertragen gewesen. Doch so offensichtlich, wie beim Metalfest, wurde mir diese Tatsache nur selten vor Augen geführt.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich Menschen von rechts außen durch Euer National-Flaggen-Design besonders eingeladen fühlen. Zumindest ist das die Erklärung, die mir zunächst am plausibelsten erscheint.
Ich schätze, dass Ihr mit den Flaggen Eure Veranstaltungen in den verschiedenen Ländern trennen wollt, doch bringen Nationale Symbole eben schnell hässliche Effekte mit sich.

Ich würde mir deshalb von Euch für die Zukunft sehr wünschen, dass Ihr Euch öffentlich und stets sichtbar gegen rechts positioniert, um zu zeigen, dass Nazis beim Metalfest nicht willkommen sind.
Ich fand es toll zu sehen, dass einige Eurer Händler dies selbstständig getan haben und würde es mir von der gesamten Veranstaltung wünschen.

Ich freue mich auf das nächste Jahr und bin überzeugt, dass diese Vorfreude, Dank Eurer Bemühungen, ohne braune Trübung sein kann.

Viele Grüße,
Arne

P.S.: Ich werde diese Mail zusätzlich auf meiner Website veröffentlichen, da mich auch die Sicht anderer Metalfans interessiert.

Das Ding mit der Angst

Der monoxyd hat gestern, anlässlich der kürzlichen Jährung der Anschläge vom 11. September 2001, eine Sendung zum Thema «Freiheit oder Sicherheit?» gemacht, die ich jedoch leider nicht gehört habe. Allerdings bin ich dann heute über Sein Posting zur Sendung gestolpert, welches fragt:

Fühlt ihr euch durch die Gesetze sicher? Fühlt ihr euch vom Staat bedroht? An welchen Stellen brauchen wir noch mehr Sicherheit? Welche Bedrohungen sind für euch blanker Quatsch? Seid ihr schon mal Opfer der neue Sicherheitspolitik geworden (bei Flügen in die USA, auf Demos, im Netz)?

Was mir dazu einfällt reicht weiter zurück als 2001.

Ich bin ein Kind der 80er. Und in den 80ern gab es in Deutschland Terrorismus. Trotzdem habe ich mich noch nie in meinem Leben durch Terrorismus bedroht gefühlt.

Klar war ich damals noch ein Kind und habe nur wenig davon wahrgenommen, könnte man meinen, das denke ich allerdings nicht.

Meine Mutter war «eine Linke» und sah mehr oder weniger szenetypisch aus. Sie fuhr ein altes Auto, auf dem die Roststellen durch Aufkleber abgedeckt waren, die jede Menge politische Botschaften transportierten. So kann ich mich noch immer gut an diverse Polizeikontrollen erinnern, denn die waren häufig und das ganz besonders, wenn man ins Raster passte. Manchmal waren die Polizisten freundlich oft haben sie schikaniert oder zumindest gestichelt.

Wenn mich damals jemand gefragt hat, was ich mal werden will, hat er alles möglich zu hören bekommen, «Polizist» war allerdings nicht dabei.

Angst vor Terrorismus hatte ich noch nie, das sagt ich ja bereits. Angst vor den Organen des States schon oft.

Ich will mich wohlfühlen wo ich lebe und, so lange ich niemand anderem damit zu nahe trete, machen können was ich will. Das tue ich in vielen Fällen allerdings nicht, denn die Schere im Kopf ist da. Nicht aufzufallen ist zumindest mal der bequemere und im Zweifel immer der sicherere Weg.

Schade eigentlich.

SPIEGEL-Verlag

Lieber SPIEGEL-Verlag,

ja, ich habe mich abgemeldet und noch mal ja, ich möchte in Zukunft keine “interessanten” Angebote mehr von Ihnen bekommen.

Um genau zu sein, wollte ich das noch nie. Nicht mal, als ich vor Kurzem ein SPIEGEL GESCHICHTE Heft bei Ihnen bestellt habe. Und ich bin mir sehr sicher, dass ich nirgends ein Häkchen gemacht habe, dass ich in Zukunft gerne Spam haben möchte. Da achte ich nämlich recht genau drauf. Natürlich ist es möglich, dass Sie meinen begrenzten Verstand mit ausreichend Mehfachverneinungen dazu gebracht haben, ein Häkchen zu machen, wo ich eigentlich keins machen wollte. Glaube ich aber eigentlich nicht.

Vielen Dank, dass Sie mich in Ruhe lassen, bis ich von alleine wieder was von Ihnen will.

Mit freundlichen Grüßen,
pattex

P.S.: Das Heft war trotzdem gut, auch wenn ich mir mehr Quellenangaben gewünscht hätte.

Knöpfli

Sehr geehrter Herr Knöpfli,

dafür, dass Sie so einen lustig Namen haben, sind Sie aber ganz schön unfreundlich.

Mit freundlichen Grüßen,
pattex

Lösung 19: Das iPhone

Lange habe ich keinen Kater Content mehr aufgenommen, dabei bin ich mir gar nicht so sicher, wieso. Sind mir die Ideen ausgegangen? Eher nicht. Wollte ich kein Bier mehr trinken? Bestimmt nicht. Weiß der Geier…
Wie dem auch sein, es wurde ein Neuer bestellt, dann soll es auch einen neuen geben. Und was ist dieses Mal mein Werkzeug? Natürlich das iPhone, das benutze ich ja inzwischen sowieso für alles.

Bei der Musik im Hintergrund handelt es sich übrigens um den Song “run!” von Entertainment for the Braindead. Ich kann das empfehlen, das ist gesund für Euch. Einfach mal anhören, ist frei.

Bruce Lee für Recht und Ordnung

Vor kurzem sah ich auf einer Demo einen jungen Bereitschaftspolizisten, der auf seinem Schlagstock Einsatzmehrzweckstock einen Bruce Lee Aufkleber hatte. Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, den einen oder anderen kleinen Witz auf seine Kosten zu reißen. Im Gegensatz zu seiner Kollegin hinter ihm (konnte kaum an sich halten), hatte der Gute allerdings nicht viel für meinen Humor übrig.

Mir stellt sich allerdings noch die Frage, wieso sich ein Polizist Bruce Lee auf den Knüppel klebt. Macht das Prügeln dann mehr Spaß? Als Kind (Alter < 10) habe ich mir mal bei einer Prügelei vorgestellt, ich sei Terence Hill. Das fand ich total cool.
Demnach hat der Polizist ja vielleicht auch einen RoboCop- oder Knight Rider-Sticker auf seiner Knarre…

AUFGESTANDEN! HINGESETZT! BLOCKIERT!

Aufgestanden, hingesetzt, blockiert!
Ich habe schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, doch pattex wäre nicht pattex, wenn er nicht einfach noch mal wiederholen würde, was ihm am Herzen liegt.

Am kommenden Wochenende wollen die extrem rechtspopulistischen Dreckhaufen Pro Köln und Pro NRW einen internationalen “Anti-Islamisierungskongress” in Köln abhalten. Dass es den Organisatoren und geladenen internationalen Rassist_innen nicht die Bohne um eine echte kritische Auseinandersetzung mit dem Islam geht, dürfte genau so klar (nämlich wie Kloßbrühe) sein, wie die Tatsache, dass es diesen Kongress zu verhindern gilt.

Also: AUFGESTANDEN! HINGESETZT! BLOCKIERT!

Ich zähle auf Euch. Und es dürfen sich auch Nicht-Kölner angesprochen fühlen, immerhin kommen die Rassist_innen auch von überall (na nicht ganz, aber zumindest Zentral-Europa). Wer sich dort mit mir treffen möchte, kann mich gerne anjabbern ( pattex at jabber.ccc.de) oder antwittern (pattex).

Ich plane auch noch eine kleine technische Spielerei für das Event, dazu aber später mehr.

Fledermaus




Diese unfassbar niedliche kleine Fledermaus fiel heute aus dem Kasten des Rollladens, als dieser bewegt wurde. Sie lag dann zunächst etwas benommen auf dem Boden, was mich ziemlich beunruhigt hat.
Nach einiger Zeit startete sie dann aus aus meiner Hand und entschwand in den Tag.

Hat die nicht süße kleine Izibizi-Zehen?

Ja, es hat gewonnen

Es hat sich ja schon abgezeichnet, jetzt gehöre ich auch zu den coolen Kids.
Ich bin jetzt auch auf Twitter erhältlich, obwohl ich immer behauptet habe, dafür nicht zweipunktnull genug zu sein. Bin ich auch nicht, aber müde, dafür.

Moskitokarma

Sollten Moskitos standardmäßig als eine bestimmte Spezies wiedergeboren werden, bekommt diese Spezies gerade extremen Zuwachs.

Oder anders gesagt: Gibt das Töten von Moskitos schlechtes Karma, werde ich im nächsten Leben bestenfalls noch eine Amöbe.

PS: Neue Bilder gibt es erst wieder im nächsten Monat.